Kreis Südwestpfalz Ausbau auch ohne Fördermittel

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Der Wirtschaftsweg Dusenbrücker Weg in Kleinsteinhausen wird ausgebaut. Einstimmig befürwortete dies der Gemeinderat am Mittwochabend, obwohl die Gemeinde dafür keine Fördermittel erhält. Die Planung übernimmt das Ingenieurbüro Krupp aus Waldfischbach-Burgalben. Außerdem wird der Friedhof mit einem neuen Zaun umrandet.

Ingenieur Harald Krupp stellte den Ratsmitgliedern einen ersten Vorentwurf für den Ausbau des Dusenbrücker Wegs vor. In der Vergangenheit war Krupp bereits mit anderen Planungen in dieser Straße beauftragt, weshalb er sich mit dem dortigen Problem der Oberflächenentwässerung bereits auskennt. Deshalb fiel bei dieser neuen Maßnahme die Wahl wieder auf ihn, so Bürgermeisterin Martina Wagner. „Wir müssen dort unbedingt was machen“, betonte sie, da das Wasser bei starkem Regen nicht mehr richtig über die Seitengräben abfließen kann. Krupps erster Planentwurf sieht vor, das 375 Meter lange Wirtschaftswegstück in zwei Teilen auszubauen. Der erste Abschnitt ist 145 Meter lang und reicht von der Hausnummer 18 bis hin zur Trafostation. Die dortige drei Meter breite Asphaltdecke hat eine aufgeraute Oberfläche und an einigen Stellen Längsrisse, außerdem müssen die Banketten wieder hergestellt werden und, so weit erforderlich, auf beiden Seiten die teils zugewachsenen Gräben erneuert werden. Er schlug vor, auf einen Vollausbau zu verzichten und stattdessen eine neue Deckschicht aus Asphalt aufzubringen. Künftig solle das Oberflächenwasser entlang der Gräben in ein Regenrückhaltebecken abgeleitet werden, das im Wald angelegt werden soll. Um eventuellen Überflutungen vorzubeugen, sollen zusätzlich weitere Versickerungsmulden im Wald geschaffen werden. Beim zweiten 240 Meter langen Abschnitt, von der Trafo-Station bis zur Wegeverzeigung gibt es hingegen kein Problem mit der Oberflächenentwässerung. Hier läuft das Wasser nicht in Richtung Ort wie im ersten Abschnitt, in Höhe der Trafo-Station befindet sich eine Wasserscheide. Dort jedoch sind die Betonplatten zum Großteil verschoben und gebrochen, zudem wächst aus den Ritzen bereits Gras heraus. Planer Krupp schlägt vor, die Betonplatten zu zertrümmern. So entstünden Brocken mit einem Durchmesser von 30 bis 40 Zentimetern, die für die neue Asphalt-Tragschicht stabilisierend wirken. Des Weiteren sollen dort auch die Banketten erneuert werden. Auf der Waldseite könne man größtenteils auf den Seitengraben verzichten, allerdings müsse der Graben auf der Feldseite breiter angelegt werden. „Am besten wäre es, wenn die Gemeinde mit den Eigentümern spricht, ob sie das dulden. Ansonsten müsste man dort neu vermessen, was zusätzliche Kosten verursachen würde“, erläuterte Krupp. Der Ingenieur rechnet für die Gesamtmaßnahme mit Kosten von rund 75 000 Euro. Zusätzlich empfiehlt er für den zweiten Abschnitt, ein Baugrundgutachten anfertigen zu lassen, weil man nicht weiß, wie es unter den defekten Betonplatten aussieht. Bürgermeisterin Wagner war der Meinung, dass es sinnvoll sei, hierfür Geld in die Hand zu nehmen. Auch sprach sie sich für den weiteren Vorschlag Krupps aus, eine sogenannte Kampfmittelsondierung vornehmen zu lassen, da es in der Vergangenheit dort bereits Funde gegeben habe. „Wir können es uns nicht leisten, nichts zu machen“, betonte sie. Außerdem schlug Wagner vor, die Arbeiten am Wirtschaftsweg gemeinsam mit dem Gehwegausbau im Dusenbrücker Weg anzugehen. So müsse nur einmal eine Baustelle eingerichtet werden. Auch ohne Fördermittel könne die Gemeinde den Ausbau angehen, im Haushalt seien für die Feldwege rund 60 000 Euro veranschlagt, auf die man zurückgreifen könne. Auf dem Friedhof sollen ebenfalls Wege erneuert und neu angelegt werden. Je 13 000 Euro bekommt die Gemeinde an Zuschüssen für die Jahre 2017 und 2018. „Das heißt, wir müssen vorfinanzieren“, erläuterte Wagner und fügte hinzu: „Wir können allerdings nicht alles machen.“ Sie rechnet mit rund 87 000 Euro Kosten für einen neuen Zaun, für die Ausbesserung aller kaputten Wege sowie für die Wege, die neu angelegt werden sollen. Die Ratsmitglieder waren sich einig, dass der Zaun Vorrang hat. Weiterhin sollen so viele Wege saniert und neu angelegt werden, wie der Gemeinde Geld zur Verfügung steht. Am dringendsten sei, die Wege mit unebenen Platten zu erneuern, die Wege zu den Rasengräbern und zu den Baumgräbern sowie die Ecke am Kreuz. Die muss verbreitert werden, da dort die Bagger nicht herumkommen. „Für den Rest können wir ja dann einen weiteren Antrag auf Zuschüsse aus dem Investitionsstock stellen“, so Wagner. |cdh

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