Kreis Südwestpfalz Augenzeugen: Nackter Mann streift nachts durchs Dorf

Käshofen. In der Käshofer Höhenstraße treibt sich nachts öfter ein Mann ohne Hose und Unterhose herum. Er wurde nach RHEINPFALZ-Informationen schon mehrfach gesehen, zuletzt in der Nacht zum Freitag. Bisher ist noch nicht bekannt, wer es ist. Die Polizei geht nicht von einem Exhibitionisten aus; es könnte sich um eine verwirrte Person oder einen Schlafwandler handeln.
Der sämtlichen Käshofer Augenzeugen unbekannte Mann wurde nach RHEINPFALZ-Informationen mehrfach gesehen, wie er sich in der Höhenstraße in den Höfen verschiedener Anwesen aufhielt und die Straße im Bereich zwischen dem alten Raiffeisengebäude und der Bäckereifiliale entlang lief − immer nachts, immer zwischen 0 und 3 Uhr, immer unten ohne, zuletzt in der Nacht zum Freitag. Diesmal war er laut Augenzeugen lediglich mit einem roten Pulli oder einer roten Jacke und Turnschuhen bekleidet. Direkt angesprochen, verschwand der Mann aus einem Hof und wechselte die Straßenseite, antwortete aber nicht. Ein paar junge Leute, die ihn vom Auto aus beobachtet hatten, riefen schließlich die Polizei. Polizeihauptkommissar Alexander Kunz bestätigt, dass die Zweibrücker Polizei in der Nacht zum Freitag in Käshofen war. „Die Informationen sind allerdings recht dürftig“, sagt er. Die Polizei habe den Mann nicht angetroffen und damit auch nicht seine Personalien feststellen können. Es sei vermutlich kein Exhibitionist, ein solcher mache ja eher gezielt tagsüber auf sich aufmerksam, sagt Kunz. Möglicherweise handele es sich um eine verwirrte Person − „aber das ist bislang alles nur Spekulation“, sagt er. Auch ob es ein Schlafwandler ist, lasse sich noch nicht sagen. Ebenso wenig, ob der Mann bei seinen Streifzügen Straftaten begeht oder nicht. Nur dann ist die Polizei zuständig. Sollte es sich um eine verwirrte Person handeln, würde die Polizei das Ordnungsamt oder die Unterbringungsbehörde des Landkreises einschalten, sagt Alexander Kunz. Der Polizeihauptkommissar rät Käshofern, die auf den Mann treffen, die Polizei über die Notrufnummer 110 zu rufen, den Mann aber danach nicht aus den Augen zu lassen, sondern ihm − gegebenenfalls mit einigen Metern Abstand − zu folgen. So lasse sich vielleicht feststellen, wo er wohnt. Zumindest ist dann bekannt, wo er sich aufhält, wenn die Zweibrücker Polizei eintrifft. (sbn)