Zweibrücken / Pirmasens / Hauenstein
Aufklären: Welche Gefahren lauern auf Europa nach dem Ende der friedlichen Jahre?
Seit Anfang des Jahres führt Tobias Walter den gemeinnützigen Verein kommissarisch und wird sich bei der nächsten Mitgliederversammlung der Wahl stellen. „Wir wollen unsere Veranstaltungen über den gesamten Landkreis verteilen und einen Mehrwert für die Menschen im Kreis schaffen“, sagt der Hauensteiner. Rund 25 Menschen engagieren sich aktiv in der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP), 85 weitere werden regelmäßig zu den Treffen eingeladen. Walter möchte diesen Kreis erweitern, deshalb soll die Zweibrücker Sektion künftig auch im Landkreis auftreten. Hauenstein, Dahn und Hinterweidenthal hält er für geeignete Orte auf dem Land, außerdem fasst der Beamte im Innenministerium Pirmasens als Veranstaltungsort ins Auge. Zwei Veranstaltungen pro Quartal seien wünschenswert, ergänzt er.
„Deutschland, Europa und die gesamte freie westliche Welt stehen spätestens seit Beginn des russischen Angriffskrieges vor neuen sicherheitspolitischen Herausforderungen, die seit Ende des Kalten Krieges nicht mehr denkbar zu sein schienen. Wie in der Nachkriegszeit, als die GSP 1952 mit dem Ziel der politischen Bildung und Wehrfähigkeit gegründet wurde, so ist es auch heute wichtig, dass die Bevölkerung ein gewisses Bewusstsein entwickelt, dass wir uns zwar nicht in einem klassischen Krieg befinden, aber insbesondere in Zeiten der hybriden Kriegsführung auch nicht mehr in absolutem Frieden leben“, erklärt Walter.
Überparteilich informieren und einschätzen
Ziel sei es, Fake-News entgegenzuwirken und Resilienz zu schaffen, betont Walter. Wenn man über Sicherheitspolitik spreche, dann betreffe das nicht alleine Militär und Polizei. Man müsse das umfänglicher betrachten und nennt als Beispiel die kritische Infrastruktur. Gerade mussten Zehntausende Berliner nach einem Anschlag auf die Energieversorgung tagelang ohne Strom ausharren. „Wir wollen objektiv, neutral und überparteilich Informationen und Einschätzungen vermitteln, die über die allgemeine Medienberichterstattung hinausgehen“, betont Walter.
Seit 2015 hatte der frührere Oberst Joachim Sanden aus Hauenstein die Sektionsleitung inne. „Als er mich gefragt hat, ob ich das Amt übernehmen wolle, habe ich keine fünf Minuten überlegt“, erzählt Walter. Seit dem Sommer studiert er berufsbegleitend Sicherheitsmanagement an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Saarbrücken. Sanden wird, wie sein Stellvertreter und Vorgänger Ralf Kaumann, ein ehemaliger Oberstleutnant, Walter beratend zur Seite stehen.
Nächste Veranstaltung
Polizeidirektor Michael Sziele von der Bundespolizei in Bad Bergzabern referiert am Dienstag, 13. Januar, 19 Uhr, in der Versöhnungskirche in Zweibrücken, Röntgenstraße 10, über die Deutsch-Französische Einsatzeinheit „Daniel Nivel“ (DFEE).