Battweiler / Winterbach RHEINPFALZ Plus Artikel Auf der Höhe fallen die alten Strommasten

Auf der Battweilerer Höhe stellen die Pfalzwerke Gittermasten für die neuen 20-KV-Leitungen auf.
Auf der Battweilerer Höhe stellen die Pfalzwerke Gittermasten für die neuen 20-KV-Leitungen auf.

Zwischen Battweiler und Niederhausen werden neue Strommasten aufgebaut. Die Pfalzwerke AG erneuert derzeit ihre Überlandleitung. Wo es möglich ist, werden nebeneinander liegende Leitungsstränge zusammengefasst.

Die Pfalzwerke AG erneuert die Überlandleitung von Battweiler nach Niederhausen. Durch die Aufstellung neuer Masten für die Freileitungstrasse werden die zwei vorhandenen, nur wenige Meter nebeneinander verlaufenden Leitungsstränge abgebaut. Dies bringt laut Pressestelle der Pfalzwerke, eine spürbare Entlastung für die landwirtschaftlich genutzte Feldflur.

Auf der Battweilerer Höhe bis hinab zum Wirtschaftsweg der Gemarkung Niederhausen, der weiter in die Ortsmitte von Winterbach führt, hat die Firma Energie- und Netztechnik aus Sankt Wendel damit begonnen, die Fundamentgruben für die neuen Doppelleitungs-Gittermasten auszuheben. Das Kalkgestein ist nicht so hart, sodass die Arbeiten mit einem kleinen Bagger erledigt werden können. Mindestens 20 Kubikmeter Erdreich müssen ausgekoffert werden, um die Mastfüße für die gewaltigen Zug- und Windkräfte auf der Höhe standfest zu machen. Für die Fundamente werden in der Regel gut 13 bis 15 Kubikmeter Beton benötigt.

20 Kilometer neues Kabel

Nach den Ausführungen von Bauleiter Christian Zimmermann, der mit seinen Arbeitskollegen die Masten und das Leitungssystem der neuen 20-Kilovolt-Leitung aufbaut, wiegt ein Gittermast von rund 24 Metern Höhe 1,5 Tonnen. Später werden an den Traversen der Masten auf jeder Seite drei Leitungen verlaufen. Es werden geschätzt etwa 20 Kilometer neues Leitungskabel zwischen dem Umspannpunkt Battweiler, nicht weit vom Wasserhochbehälter des Dorfes an der K75, zum Knotenpunkt am Friedhof in Niederhausen gegenüber dem Winterbacher Sportplatz gespannt.

Nach den Worten des Bauleiters konnte mit den Arbeiten aufgrund des günstigen Wetters früher begonnen werden als ursprünglich geplant war. Außerdem sei man erfreut, dass der lehmige Boden doch weitgehend trocken sei. Man hoffe auf gutes Wetter in den nächsten Tagen, das würde die Schäden an den Feldern in Grenzen halten. Vor allem könne man die verschiedenen Arbeitsstellen durch die vorhandenen Wirtschaftswege einfacher anfahren als vermutet.

Neue Leitungen bis nach Kusel

Wenn am Ende der Mastenaufstellung die beiden Abspannmasten in Battweiler und Niederhausen an den Umspannpunkten vorhanden sind, wird die Montage des Leitungssystems erfolgen. Im Gemarkungsbereich Winterbach und Schmitshausen wird noch ein Verteilermast gestellt, denn später wird die Erneuerung der Leitung über Schmitshausen und Martinshöhe ins Landstuhler Bruch fortgesetzt. Insgesamt wird die Leitung bis zum Endpunkt in Kusel erneuert. Im dortigen Landkreis was das Unternehmen schon in Altenglan und Glan-Münchweiler im Einsatz. Weil in der Region immer mehr Photovoltaikanlagen installiert wurden, sei die Erneuerung der Leitung erforderlich geworden, erläuterten die Bauarbeiter.

Die beiden derzeitigen Leitungstrassen mit Beton-, Holz und Stahlmasten werden abgebaut. Das ist zum einen der veränderten Trassenführung geschuldet, zum anderen sind die vorhandenen Gittermasten nicht hoch genug für die neuen Stromleitungen. Zur Höhe der Investition der Baumaßnahme konnte die Pfalzwerke noch keine Angaben machen.

Die alten Trassen und Masten werden abgebaut.
Die alten Trassen und Masten werden abgebaut.
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