Hinterweidenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Auch ohne Riesenrutsche können Kinder was erleben

Werner Müller erklärt Besuchern die Auflagen, unter denen der Erlebnispark öffnen konnte. Die meisten, stellt er fest, hätten Ve
Werner Müller erklärt Besuchern die Auflagen, unter denen der Erlebnispark öffnen konnte. Die meisten, stellt er fest, hätten Verständnis für die Einschränkungen.

Spaß kann man auch in Corona-Zeiten haben. Ein Beleg dafür ist der Erlebnispark Teufelstisch bei Hinterweidenthal. Dort sind zwar Riesenrutsche und Minigolf noch gesperrt, aber Kinder samt Eltern können sich dennoch erholen, und das kostenlos.

Strahlender Sonnenschein und ebenso strahlende Besucher: Das sind die Eindrücke beim Besuch des Erlebnisparkes Teufelstisch zumindest an diesem Sonntagnachmittag. Das rund 4000 Quadratmeter große Areal ist gut, aber nicht übermäßig besucht, fast alle Sitzplätze in den beiden angrenzenden Lokalen des Erlebnisparkes sind besetzt. Werner Müller, er hat an diesem Tag von 10 bis 18 Uhr Dienst, hat alle Hände voll zu tun. Er steht den Besuchern Rede und Antwort; ebenso wie sein Kollege Manfred Schön an anderen Tagen desinfiziert er regelmäßig die sanitären Anlagen und überwacht die Hygieneregeln. Zeit für ein Gespräch mit manchem Besucher bleibt auch.

Mit Abstand und Hygieneregeln

400 Gäste dürften nach den derzeit gültigen Regeln den Erlebnispark am Fuße des Teufelstisches gleichzeitig betreten. „Die Grenze wurde noch nicht überschritten, wenn ich Dienst hatte“, sagt der Rentner, der 30 Wochenstunden für die Gemeinde Dienst verrichtet und das seit Jahren. Beim Einlass ist ein großes Hinweisschild montiert, auf dem die Hygienevorschriften zu lesen sind. Auf dem Gehweg sind Pfeile angebracht, in der Mitte sind Gitter aufgestellt, um den Eingang vom Ausgang räumlich abzugrenzen. Abstands- und Hygieneregeln werden großgeschrieben.

Mit einer Prinzessinnen-Krone und einem Kinderfahrrad befährt die dreijährige Amelie aus Dahn, mit Mama Christina Weber und deren Freund Kevin, das weitläufige Areal. Dass die große Rutsche und die Minigolfanlage gesperrt sind, stört die kleine Amelie ebenso wenig wie die Mama. „Wir sind das erste Mal hier, seit der Pandemie“, berichtet Christina Weber. Eine etwas weitere Anreise haben die Familien Litzenburger und Augustin aus dem südpfälzischen Forst. Der sechsjährige Oskar stürmt mit Elsa (9 Jahre) und Nesthäkchen Fritz, stolze 16 Monate alt, auf die Vogelnestschaukel. Mama Eva und Papa Jochen Litzenburger helfen beim Anstoßen der Schaukel, bis die Kids mit gekonnten Schwüngen Fahrt aufnehmen. Der Spaß steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Die beiden Ehepaare sind ebenso zum ersten Mal hier und freuen sich darüber, dass sie keinen Eintritt zahlen mussten. „Familienfreundlich“ ist zu hören.

Die meisten Besucher haben Verständnis

Auch sie stört es herzlich wenig, dass die große Rutsche, die Attraktion schlechthin, derzeit gesperrt ist, ebenso wie die Minigolfanlage. Den Teufelstisch haben sie vor dem Besuch des Erlebnisparks bereits erwandert. „Sieht echt cool aus“, schwärmt Oskar vom imposanten Sandsteingebilde. Nach dem Besuch kühlen sich die Südpfälzer schließlich inmitten der Wieslauter ab. Naturbaden pur also.

Besondere Vorkommnisse: Fehlanzeige. Die allermeisten Besucher zeigen Verständnis für die besonderen Umständen und selbst diejenigen, die die ein oder andere Einschränkung kritisch hinterfragen, kann Werner Müller überzeugen – getreu dem Motto „s’esch, wie’s esch“.

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