Kreis Südwestpfalz Arbeiten, wo andere Spaß haben

Nach Videospielen mal eben den Kopf freikriegen? Etwas Bewegung nach langem Sitzen? Das geht auf der Computer- und Videospielemesse Gamescom, die noch bis morgen in Köln läuft, beispielsweise mit zwei Sportarten aus Kaiserslautern: Headis und Hesherball.
Headis-Erfinder René Wegner aus Kaiserslautern ist mit acht Leuten seines Teams in Köln, hat in der „Family and Friends“-Halle gleich zwei Stände, an denen er die selbstentwickelten Sportarten Headis und Hesherball vorstellt. Beim Hesherball geht es darum, auf einer Tischplatte einen Ball in Bewegung zu halten und wenn möglich dabei mit einem anderen Ball einzulochen, Headis ist eine Art Tischtennis mit dem Kopf. In der Messehalle geht es ein wenig ruhiger zu als in den anderen, in denen die großen PC- und Videospielehersteller ihre neuesten Produkte in zum Teil riesigen Messeständen mit viel Tamtam bewerben. Die „Friends and Family“-Halle bietet unter anderem familientaugliche Angebote oder ermöglicht im Retro-Bereich Rückblicke auf längst vergangene Computer- und Videospielezeiten. „Wir sind mittlerweile im sechsten Jahr auf der Gamescom“, berichtet Wegner beim Standbesuch der RHEINPFALZ. Vor sechs Jahren seien die Messeveranstalter auf das Kaiserslauterer Unternehmen zugekommen, dass sie verstärkt Sport und Aktivitäten anbieten wollten. Natürlich habe man da nicht „Nein“ gesagt. Mittlerweile ist der Auftritt von Headis zum festen Gamescom-Bestandteil geworden, Hesherball ist als ganz junges Spiel in diesem Jahr zum ersten Mal auf der Messe vertreten. „Wer die Spiele zuvor nicht kannte, der bekommt von den Standmitarbeitern eine Kurzeinweisung und auf Wunsch ein paar Spielzüge gezeigt. Doch wie stellen sich die Gamer so bei körperlichem Sport an? Wegner antwortet diplomatisch: „Es gibt einige Leute, bei denen man schon merkt, dass sie sonst nur Videospiele spielen.“ Mit ein wenig Geduld und etwas Durchhaltevermögen könnten sie an Headis aber Gefallen finden.