Kreis Südwestpfalz Arbeiten am Grab doppelt so teuer

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Deutlich teurer wird in Käshofen das Ausheben und Schließen der Gräber auf dem Friedhof. Der Ortsgemeinderat beschloss in seiner Sitzung am Montag künftig für eine Urnenbeisetzung statt 233 Euro 353 und für ein Tiefengrab statt 667 Euro 1000 Euro zu verlangen. Ferner stimmten die Ratsmitglieder dem Forstwirtschaftsplan 2016 mit einem Plus von 27 Euro zu.

Im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung vergaben die Ratsmitglieder die Bestattungsarbeiten an die Firma Luck und Vockenberg aus Blieskastel-Niederwürzbach. Damit verbunden beschlossen sie eine neue Friedhofsgebührensatzung, gültig ab 1. Januar 2016. Bei einer Beisetzung eines Verstorbenen bis zur Vollendung des fünften Lebensjahres werden nun bei einem Einzelgrab statt 258 Euro 536 und ab dem fünften Lebensjahr statt 441 Euro 845 Euro fällig. Im öffentlichen Teil der Ratssitzung stimmten die Räte einstimmig dafür, die Pauschale für die Reinigung der Kreuzkapelle nach dem Ausschmücken von 30 auf 40 Euro zu erhöhen. Damit wird sichergestellt, dass die Reinigungskraft den gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro erhält. Zufrieden zeigten sich die Ratsmitglieder über die Ergebnisse aus dem Wald für die Jahre 2014 und 2015. „2014 haben wir ein Plus von 7940 Euro gehabt“, sagte Revierförster Jürgen Leis. Für 2015 könnten aktuell 1400 Euro erwartet werden. Im Forstwirtschaftsplan 2016 hat der Leiter des Reviers Bechhofen – wie gewohnt vorsichtig – ein Ergebnis nach dem Landeswaldgesetz von 27 Euro ausgewiesen. Diese Summe ergibt sich aus dem geplanten Ertrag von 29 015 und dem Aufwand von 28 988 Euro. „736 Festmeter Holz sollen geschlagen werden. Davon sind 571 für den Verkauf bestimmt“, so Leis. Für die Waldpflege habe er 950 Euro, für die Wege 4400 Euro eingeplant. Der Waldschutz gegen Wild spiele in Käshofen keine Rolle. Hinsichtlich Brennholz merkte er an, dass die Nachfrage rückläufig sei. Dieses Jahr seien 144 Ster gemacht worden. Der Rat stimmte einstimmig dem Plan zu. Zur PEFC-Zertifizierungsurkunde für den Gemeindewald erklärte Leis, dass immer mehr Kunden nach einem Zertifikat fragen würden. Durch die Zertifizierung würden bestimmte Nachhaltigkeitsstandards bei der Waldbewirtschaftung garantiert. In den einzelnen Ländern seien allerdings die Standards unterschiedlich. So würden beispielsweise in Russland auch Waldbestände mit großen Kahlschlägen zertifiziert. Ferner beschlossen die Ratsmitglieder, die Ölspurbeseitigung auf innerörtlichen öffentlichen Straßen an die Verbandsgemeinde zu übertragen. Vier Angebote würden inzwischen bei dieser vorliegen, sagte Bürgermeister Klaus Martin Weber. Darunter ein Angebot der Feuerwehr in Kaiserslautern, die auch für Private tätig sei. Per Handschlag wurde Bernd Hussong als neues Ratsmitglied verpflichtet. Er rückt für den aus Käshofen weggezogenen Daniel Bäcker nach. Der soll demnächst für sein Engagement zum Wohl der Bürger mit einem Dorfteller geehrt werden. „Er hatte immer gute Ideen und hat sich gut eingebracht“, lobte ihn Weber. Weber teilte mit, dass die Geschwindigkeitsmessungen in zwei Straßen keine außergewöhnlichen Ergebnisse gebracht hätten. So seien bei einer sieben Tage dauernden Messung in der Homburger Straße 85 Prozent der Verkehrsteilnehmer im Durchschnitt 50,5 Kilometer in der Stunde gefahren. In der stärker befahrenen Höhenstraße betrug der Wert 52,5 Kilometer pro Stunde. Webers Kommentar: „Ich glaube, Tafeln zur Anzeige der Fahrgeschwindigkeit sind nicht schlecht. Wenn Geld da ist oder sich ein Sponsor findet, soll man welche anschaffen.“ Der Bürgermeister bat die Ratsmitglieder außerdem, sich Gedanken über das Stadt-Umland-Konzept zu machen. „Vielleicht fällt ja einem etwas ein“, meinte er. Am 12. Januar ist dazu in Dellfeld ein Info-Abend. (urr)

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