Reifenberg RHEINPFALZ Plus Artikel Anonyme Gräber mit Baumbestattung geplant

Der Reifenberger Friedhof, hier das hintere Türchen.
Der Reifenberger Friedhof, hier das hintere Türchen.

Reifenberg möchte auf seinem Friedhof weitere Bestattungsformen anbieten: Künftig sollen auch anonyme Bestattungen möglich sein, sowohl für Särge als auch als Baumbestattung für Urnen.

Wenn der Gemeinderat das beschließt, gebe es in Reifenberg sechs Möglichkeiten, sich bestatten zu lassen, zählt Bürgermeister Pirmin Zimmer auf. Neben den üblichen Erdgräbern für Särge gäbe es dann die anonymen Sargbestattungen. Hier wird der Sarg in die Erde eingelassen, aber das Grab wird nicht eingefasst und bekommt keinen Grabstein oder Grabschmuck. Stattdessen werden üblicherweise die Namen der Verstorbenen samt Geburts- und Sterbedaten auf einem gemeinsamen Stein oder ähnlichem angebracht. Für die Angehörigen entfällt damit die Grabpflege.

Bei den anonymen Urnenbestattungen sollen die Namen an einem Baum angebracht werden. Wer schauen möchte, welcher das ist: den Friedhof betreten und am ersten Grabfeld gleich rechts vorbeigehen – das mit den ganz alten Gräbern von Verstorbenen, die noch im 19. Jahrhundert geboren wurden. Das geplante Grabfeld für die anonymen Bestattungen folgt dahinter, der Baum steht an der Friedhofsmauer. Einige Schritte weiter folgt wieder das aktuelle Grabfeld für die bisher üblichen Erdbestattungen.

Für Urnenbestattungen gibt es drei weitere Möglichkeiten: Urnengräber mit kleinen Grabsteinen, Rasenurnengräber mit Grabplatten und die Urnenstelen im hinteren Teil des Friedhofs. Die möchte die Gemeinde erweitern, eine weitere Dreier-Stele soll 10 000 Euro kosten. Das Grabfeld, wo früher die Kindergräber waren – im hinteren Teil rechts, soll in Richtung Friedhofsmauer angefüllt werden, damit es nicht mehr abfällt. Dort sind weitere Rasenurnengräber vorgesehen.

Mehr zum Thema
x