Kreis Südwestpfalz Anmelderekord für die IGS

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Anmelderekord an der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Thaleischweiler-Fröschen: 161 Schüler wurden für die vier fünften Klassen angemeldet. Das heißt: 49 Kinder bekommen eine Absage.

Dass die Schule so geschätzt werde, „freut uns natürlich“, sagt Schulleiter Florian Zickwolf. Aber für die Schulleitung habe die große Nachfrage zur Folge, dass sie zahlreiche Ablehnungen aussprechen muss. „Denn leider können wir nur 112 Schüler aufnehmen“, bedauert er. Vier fünfte Klassen, davon zwei Ganztagsklassen, mit der maximal zulässigen Zahl von 28 Schülern pro Klasse richtet die Schule ein. Die vom Bildungsministerium vorgegebene Klassenmesszahl an Gymnasien und Gesamtschulen beträgt 28 Schüler pro Klasse. An diese Zahl müssen sich die Schulen halten. „Das hat bei einer hohen Anmeldezahl zur Folge, dass wir entscheiden müssen, wen wir aufnehmen und wen nicht“, sagt Zickwolf. Diese Entscheidungen würden nicht willkürlich getroffen: „Es gibt klare Kriterien, an die wir uns halten müssen.“ Kriterium Nummer eins ist die Notensumme der Fächer Deutsch, Mathematik und Sachkundeunterricht an den Grundschulen. Ein Schüler, der in diesen drei Fächern jeweils die Note eins hat, kommt auf die Notensumme drei. Wer zwei Dreien und eine Vier hat, kommt auf die Notensumme zehn. Das Prinzip der IGS ist es, dass Schüler, die früher eine Hauptschul- oder eine Realschulempfehlung bekamen, bis zur zehnten Klasse gemeinsam mit Schülern unterrichtet werden, die eine Gymnasialempfehlung erhielten. Deshalb erfolgt die Aufnahme der Schüler zunächst zwingend entsprechend ihrer Leistungsstärke. Die errechnet sich aus der Notensumme: 50 Prozent der Schüler, die die IGS aufnehmen darf, sind in der Leistungsgruppe eins. Sie haben eine Notensumme zwischen drei und sieben. Jeweils 25 Prozent der Schüler gehören zur Leistungsgruppe zwei (Notensumme acht und neun) und 25 Prozent zur Leistungsgruppe drei (Notensumme zehn und höher). „An diesem ersten Kriterium führt kein Weg vorbei“, erläutert Zickwolf. Innerhalb dieser Leistungsgruppen greift dann ein zweites Kriterium, an dem nicht zu rütteln sei. Schüler aus dem Bereich des Schulträgers – hier also dem Landkreis Südwestpfalz – werden zuerst aufgenommen. Aus Pirmasens liegen 50 Bewerbungen vor. Schüler in der Leistungsgruppe eins, die in der Stadt wohnen, kommen zum Zug, denn diese Leistungsgruppe kommt bei den Anmeldungen auf 41 Prozent, ist damit nicht ganz am Limit. Die verbliebenen Plätze verteilen sich auf die Leistungsgruppen zwei und drei. In diesen sind die Kinder aus dem Landkreis bei der Aufnahme zuerst zu berücksichtigen. Sind nach diesen Vorgaben die Plätze verteilt und immer noch mehr Bewerber da als Plätze, greifen die nächsten Kriterien: Sitzgemeinde und Geschwisterkinder. Das bedeutet, dass Schüler aus Thaleischweiler-Fröschen beispielsweise Vorrang vor Schülern aus der Verbandsgemeinde (VG) Rodalben haben. Aus der VG Rodalben liegen über 20 Anmeldungen vor. Dazu kommen Anmeldungen aus der VG Zweibrücken-Land, darunter fünf aus Contwig, aus der VG Waldfischbach-Burgalben (Höheinöd und Hermersberg), aber auch aus Lemberg oder Ruppertsweiler (VG Pirmasens-Land). „Wir hatten ja auch in den vergangenen Jahren immer mehr Interessenten als Plätze, aber in diesem Jahr müssen wir sogar Kindern aus dem Kreis und Geschwisterkindern eine Absage erteilen“, bedauert Zickwolf. An den Kriterien, vor allem aber am obersten Kriterium prozentuale Verteilung nach Leistungsgruppen, „lässt sich absolut nichts ändern“. Die IGS in Contwig hatte dieses Jahr 95 Anmeldungen. |add

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