Kreis Südwestpfalz
Althornbacher Grundschule steht ein weiteres Jahr leer
Die Grundschule Hornbach hat zwei Standorte. In früheren Jahren wurden immer zwei Klassen in Althornbach unterrichtet. Welche das waren, legte die Schulleiterin fest, je nachdem, wie es von den Schülerzahlen am besten war. Laut Katrin Weidemeier sollten das im vergangenen Schuljahr die beiden ersten Klassen sein – bis sich am ersten Schultag herausstellte, dass zwei Kinder weggezogen waren. Die erste Klasse startete mit 24 Schülern – gerade zu wenig, um zwei Klassen daraus zu machen. So gingen auch diese Kinder nach Hornbach.
Das soll auch im neuen Schuljahr so bleiben. Ihren Wunsch begründete Schulleiterin Weidemeier mit einer Reihe von Argumenten: Hornbach habe genug Räume; nur noch eine Handvoll Kinder komme aus Althornbach; die Ganztagsschüler müssten nachmittags sowieso von Althornbach nach Hornbach fahren; die Kinder aus Dietrichingen und Mauschbach kämen morgens erst mit dem Bus nach Hornbach und stiegen dann in einen zweiten Bus nach Althornbach um; montags und freitags seien sowieso alle Kinder in Hornbach, weil an diesen Tagen Sportunterricht in der Turnhalle ist; und für die Lehrer sei der Wechsel zwischen zwei Standorten auch problematisch. Den Argumenten folgte der Schulträgerausschuss der Verbandsgemeinde, der in der Hornbacher Turnhalle tagte, einstimmig. Katrin Weidemeier, als Vertreterin der Grundschulen selbst Mitglied im Ausschuss, enthielt sich.
Verbandsbürgermeister Björn Bernhard hatte zudem darauf hingewiesen, dass die Verbandsgemeinde den Transport der Ganztagsschüler von Althornbach nach Hornbach am Mittag selbst zahlen müsse. Zwar ist die Schülerbeförderung Sache des Landkreises, aber in diesem Fall blieben die Kosten wegen der zwei Standorte an der Verbandsgemeinde hängen. Wie Sachbearbeiter Frank Kilian von der Verbandsgemeindeverwaltung auf Anfrage der RHEINPFALZ sagte, waren das im Jahr etwa 5000 Euro. Auch für die Kinder aus Contwig, die nach Stambach zum Sportunterricht und in die Ganztagsschule gefahren wurden, habe die Verbandsgemeinde gezahlt. Dort seien es sogar 15 000 bis 20 000 Euro gewesen.
Im kommenden Schuljahr werden 23 Kinder in Hornbach eingeschult, blickte Schulleiterin Weidemeier voraus. Das bedeutet, dass es wieder eine sehr große erste Klasse geben wird. Erst ab 25 Kindern wird eine zweite Klasse gebildet, in der dann zwölf oder 13 Kinder unterrichtet werden.