Kreis Südwestpfalz Aktionswoche gegen die Air Base

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„Nein zu Drohnen – Keinen Krieg von deutschem Boden“ ist das Motto einer Protestaktion gegen die US-Militärbasis in Ramstein, zu der die Kampagne „Stopp Air Base Ramstein – Keinen Drohnenkrieg!“ am Mittwoch aufgerufen hat. Aktionen des zivilen Ungehorsams sind am 30. Juni vor der Air Base vorgesehen. Dann sollen zwei Zufahrtstore blockiert werden.

Die Aktionswoche findet von Samstag, 23. Juni, bis Sonntag, 1. Juli, statt. Mit dem militärischen Luftverkehr trage die Air Base Ramstein zur Zerstörung der Umwelt bei, schilderte Connie Burkert-Schmitz von der Pfälzer Initiative „Entrüstet Euch!“. Fluglärm und eine durch Kerosin vergiftete Umwelt trügen zur Minderung von Gesundheit und Lebensqualität bei. Das bei der Luftbetankung auslaufende Kerosin von alten und nicht mehr dicht schließenden Tankschläuchen sei als schwarzer stinkender Film auf den Fensterrahmen und Fensterbänken zu sehen, so die Sprecherin. Der Bundestag entscheidet nächste Woche über waffenfähige Drohnen für Deutschland, sagte Reiner Braun vom Koordinierungskreis der Kampagne. Er warnte er vor der Beschaffung des Kriegsgerätes. Der nächste Krieg könne von Ramstein ausgehen. Bei einem Krieg gegen den Iran wäre „die Air Base Ramstein mindestens ein logistisches Zentrum. Laufen doch über 90 Prozent aller Truppen- und Materialtransporte der US-Streitkräfte in den Mittleren Osten über die US-Base.“ Seit Donald Trump Präsident ist, habe sich der Drohneneinsatz – etwa im Irak, in Afghanistan, Pakistan, im Jemen und Syrien – von Ramstein aus verfünffacht. Ausdrücklich geht es Braun darum, „nicht nur gegen etwas zu sein“. „Wir wollen auch für etwas einstehen, und zwar für Frieden und Menschlichkeit“, sagte er während eines Pressegesprächs am Mittwoch. „Wir und 15306 Unterzeichner unserer Kampagne wollen die Kriege, die von der Air Base Ramstein ausgehen, verstärkt in die Öffentlichkeit bringen. Stopp Air Base Ramstein will aufklären über die zentrale Rolle, die Ramstein in der Kriegsführung spielt. An der Aktionswoche 2017 nahmen laut den Veranstaltern 5000 Menschen teil. Am 29. Juni folgt eine Abendveranstaltung in der Versöhnungskriche in Kaiserslautern. Braun kündigt hochkarätige Referenten an, „die für ihren Einsatz für den Frieden weltberühmt sind“. Am 30. Juni sind Demos in Ramstein-Miesenbach und Landstuhl sowie am Denkmal für die Opfer des Flugtagunglücks von Ramstein 1988 geplant. Info www.ramstein-kampagne.eu

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