Südwestpfalz
60 Laptops und 627 Tablets für Schulen genehmigt
Der Kreisausschuss billigte ohne Diskussion einen Dienstleistungsvertrag für das „Kommunale Projektbüro Onlinezugangsgesetz“. Dieses soll in der Regie des Landes mit zehn Vollzeitstellen eingerichtet werden, erläuterte Landrätin Susanne Ganster. Ziel ist die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes, mit dem Bürger einen besseren Zugang über das Internet in die Verwaltung erhalten könnte. Unter anderem sollen 575 Dienstleistungen von Verwaltungen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene online verfügbar werden. Das sind beispielsweise Geburtsurkunden, Bafög-Anträge oder Anträge auf Elterngeld. Bis 2022 haben die Behörden dazu Zeit.
24.000 Euro lässt sich der Kreis die Beteiligung an dem Projektbüro kosten, das eine einheitliche Plattform für diese Behördenleistungen aufbauen soll, wie Ganster im Ausschuss schilderte. Die Leistungen sollen nicht allein online zugänglich werden, sondern nach Möglichkeit auch komplett elektronisch bearbeitet werden.
Laptops für IGS Contwig auf Weg gebracht
Die digitale Schule wurde vom Kreis mit der Anschaffung von 60 Laptops für die Integrierte Gesamtschule Contwig weiter vorangebracht. Ursprünglich sollte die Anschaffung schon über das Internetkaufhaus Amazon erledigt sein. Dort wollte der Kreis den von der Schule gewünschten Computertyp bestellen. Amazon räumte jedoch ein, diesen Computertyp doch nicht liefern zu können, weshalb nun das Mainzer Unternehmen Rednet den Zuschlag für 27.700 Euro erhielt.
Dasselbe Unternehmen liefert auch 627 Tabletcomputer von Apple zum Gesamtpreis von 261.000 Euro, die als Sofortausstattung für verschiedene Schulen im Kreis gedacht sind. Die Schüler sollen die iPads, so nennen sich die Tabletcomputer von Apple, von den Schulen nach Verfügbarkeit der Geräte und unter Beachtung des jeweiligen Einzelfalls zugeteilt bekommen.
Die verfügbaren Mittel reichten nicht aus, um Geräte für alle 848 in Frage kommenden Schüler zu kaufen. So viele Schüler beteiligen sich an der kostenlosen Schulbuchausleihe. „Insofern bedarf es einer pädagogischen Schwerpunktsetzung“, so die Beschlussvorlage. Das Land habe zudem angekündigt, weitere Geräte über den Landeshaushalt finanzieren zu wollen.
Kreis rüstet eigene IT-Struktur auf
Die Kreisverwaltung selbst rüstet ihre IT-Infrastruktur für 45.000 Euro auf. Drei Server werden ebenfalls von dem Mainzer Unternehmen Rednet geliefert. Die vorhandenen IT-Systeme der Kreisverwaltung stoßen an ihre Grenzen, wie es in der Beschlussvorlage heißt. Neue, leistungsfähigere Hardware sei deshalb nötig, um eine hohe Verfügbarkeit gewährleisten zu können. Der bisherige Serververbund sei bereits fünf Jahre alt und müsse ohnehin ersetzt werden, da die Ausfallwahrscheinlichkeit steige. Die Firma Rednet kam hier zum Zug, da das Unternehmen den Landesrahmenvertrag gewonnen habe. Die Kreisverwaltung konnte sich an diesem Vertrag beteiligen.