Kreis Südwestpfalz 220 Flüchtlinge zugeteilt
Die Anzahl der Flüchtlinge, die Kaiserslautern 2017 zugewiesen wurden, bewegte sich weiterhin auf einem im Vergleich zu früher niedrigen Niveau. Im städtischen Sozialausschuss wurden am Donnerstag die neuesten Zahlen genannt.
Im zurückliegenden Jahr sind der Stadt Kaiserslautern 220 Asylbewerber neu zugeteilt worden. Die Bilanz für das Jahr 2017 zog Nachmittag im Sozialausschuss Ulrike Schwarz, zuständige Abteilungsleiterin im Sozialreferat der Stadt Kaiserslautern. Weitere Zuweisungen werde es dieses Jahr nicht mehr geben. 360 in Kaiserslautern lebende Flüchtlinge bezogen nach den Worten der Verwaltungsmitarbeiterin in diesem Jahr Leistungen nach dem sogenannten Asylbewerbergesetz. In den Gemeinschaftsunterkünften, die seitens der Stadt zur Unterbringung von Flüchtlingen eingerichtet worden sind, leben derzeit 670 Flüchtlinge, davon seien 200 bereits als Asylbewerber anerkannt. Aus Armenien, Syrien, Eritrea und dem Iran kamen nach der Statistik, die Schwarz den Mitgliedern im Sozialausschuss vorlegte, zuletzt die meisten Flüchtlinge. Beigeordneter und Sozialdezernent Joachim Färber (Grüne) erklärte, die Integration der Flüchtlinge bleibe für die Stadt weiterhin eine Herausforderung. Die Erstunterbringung sei das eine, sagte er, die Integration der Menschen dauere aber länger. Ratsmitglied Elisabeth Heid (CDU) interessierte sich insbesondere für die Auslastung der von der Stadt geschaffenen Flüchtlingsunterkünfte. Schwarz betonte, es seien derzeit in den Gemeinschaftsunterkünften noch Kapazitäten frei. Die Stadt sei hier aber an Verträge gebunden. Die Stadt versuche andererseits, Wohnraum, der nicht mehr zur Unterbringung der Asylbewerber benötigt werde, wieder aufzugeben. Die Stadt habe sich bereits auch von einer großen Menge an Wohnraum getrennt. Schwarz erklärte, dass die Stadt einen gewissen Puffer an Unterbringungsmöglichkeiten vorhalten müsse. Es könne aber nicht angehen, betonte sie, dass die Stadt die Gemeinschaftsunterkünfte einem anderen Personenkreis, etwa Menschen mit Bezug von Hartz IV, zugänglich mache. Färber bemühte sich, die Zahl von 220 der Stadt in diesem Jahr neu zugewiesenen Asylbewerber als Größenordnung einzuordnen. Setze sich die Entwicklung im nächsten Jahr weiter fort, seien es wieder 200 Flüchtlinge, die in Kaiserslautern dann untergebracht werden müssten, verdeutlichte er den Zulauf an Asylbewerbern. Färber wollte das Wort von Überkapazitäten, die in den Gemeinschaftsunterkünften vorhanden seien, nicht in den Mund nehmen. Für in bedeuteten die noch vorhandenen Kapazitäten vielmehr Spielraum für die Zukunft. Ein Schlaglicht warf der Beigeordnete auf das Fehlen von Wohnraum in Kaiserslautern, indem er auf 200 bereits anerkannte Asylbewerber hinwies, die in den Gemeinschaftsunterkünften noch lebten.