Kreis Südwestpfalz 119 000 Euro Gewinn beim FK Pirmasens

Wer solche Zahlen vorlegt, erntet bei einer Mitgliederversammlung Applaus. So auch am Montagabend beim FK Pirmasens, als Präsident Karsten Volberg vor 111 Mitgliedern im Klub-Treff von einem positiven Ergebnis von 162 000 Euro und einem steuerlichen Gewinn von 119 000 Euro aus der Oberligasaison 2013/14 berichtete.
Der FKP habe die Gesamteinnahmen gegenüber der Saison 2012/13 um 20 Prozent auf 642 000 Euro gesteigert und zugleich die Gesamtausgaben um fünf Prozent auf 480 000 Euro gesenkt. Da der FKP weiter hin sein Darlehen bei der Stadt für das Teileigentum im Stadion Husterhöhe tilge, schätzt Volberg, dass der Fußballklub „in zwei, drei oder vier Jahren schuldenfrei“ sein werde. Die Mehreinnahmen resultierten laut Volberg im Wesentlichen aus der 44 444-Euro-Spende eines Pirmasenser Unternehmers, den aufgrund des sportlichen Erfolgs stärker besuchten Heimspielen (76 000 Euro aus Eintrittsgeldern und Gastronomie gegenüber 38 000 Euro in der Vorsaison) und leicht erhöhten Mitgliedsbeiträgen. 25 000 Euro nahm der FKP in der Oberliga beim Dauerkartenverkauf ein, in der laufenden Regionalliga-Saison werden es 35 000 Euro sein. Den Spielbetrieb der Ersten und Zweiten Mannschaft ließ sich der FKP in der vergangenen Runde 310 000 Euro kosten, diese Saison sind es nach dem doppelten Aufstieg 370 000 Euro. Zum Vergleich: Die SV Elversberg, die vorigen Freitag die Pirmasenser mit 4:1 schlug, habe für ihr Regionalligateam einen Etat von 2,6 Millionen. Der erhöhte Etat resultiere vor allem aus den gestiegenen Kosten für den Ordnungsdienst, die Fahrten zu Auswärtsspielen und die Schiedsrichter. Auch gehen nun fünf Prozent der Heimspielgelder an den Verband. Zudem leistete sich der FKP ein Kurz-Trainingslager. Volberg: „Die Regionalliga ist eine teure Liga.“ Da keine neuerliche Großspende in Sicht sei, sei in der aktuellen Saison zwar „nicht noch einmal ein dreistelliger Gewinn möglich, aber wir rechnen schon mit einem Gewinn von rund 30 000 Euro, wobei das natürlich erfolgsabhängig ist“, sagte der Steuerberater, der seit vier Jahren mit Manfred Hoffmann und Andreas Ring das Präsidium bildet. In seine elf Jugendteams habe der FKP im vorigen Spieljahr 120 000 Euro investiert. Hoffmann betonte, dass die Vereinsführung „Vertrauen in die Regionalliga-Mannschaft“ habe: „Wir werden die Ruhe bewahren.“ Teammanager Andreas Kamphues hob hervor, dass der Kader der Ersten Mannschaft „zu 50 Prozent aus eigenen Jugendspielern“ bestehe, was „für die Regionalliga ein fantastischer Wert“ sei. (peb)