Schwanheim RHEINPFALZ Plus Artikel Über den Zaun geschaut: Wo es neben dem „Kinobeet“ nach Flammkuchen riecht

Die Pflege des kleinen Gartens überlässt Patrick Weißler seiner Gattin Tina und der Tochter Lea, für die ein kleines Beet angele
Die Pflege des kleinen Gartens überlässt Patrick Weißler seiner Gattin Tina und der Tochter Lea, für die ein kleines Beet angelegt wurde.

Es gibt viele Menschen, die einen grünen Daumen haben. Patrick Weißler, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hauenstein, zählt sich nicht dazu. Dass es daheim grünt, wächst und gedeiht, ist eher das Verdienst seiner Frau Tina. Wenn es um den Verzehr der Erzeugnisse aus dem heimischen Garten geht, ist Weißler zur Stelle. Auch bei der Zubereitung.

Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hauenstein, Patrick Weißler, gesteht es gleich und ohne Umschweife: „Der Garten ist nicht meins. Ich habe kein Händchen dafür.“ Aber: Er verbinde mit dem Garten nur Positives: „Runterkommen, Erholung, Freude an Blüten, an Wachsen und Gedeihen, an der Beobachtung der Jahreszeiten.“ So beschreibt er die Gefühle, die ihn mit dem kleinen Gärtchen an seinem Anwesen in Schwanheim verbinden.

Einst der Bub fürs Grobe

Für die Gartenarbeit fehle ihm jedoch „schlicht die Zeit“. Aber er stamme aus einem Elternhaus, in dem Vater Ludwig und Mutter Hedwig „leidenschaftlich gärtnern“. In deren großen Garten in Lug sei er früher eher „für Grobe, für das Rumspaten und so“, zuständig gewesen. Und er habe von Kind auf gerne von den Früchten aus dem elterlichen Garten – Himbeeren und Johannisbeeren etwa – genascht und das Gemüse aus dem elterlichen Garten genossen, gesteht er mit einem verschmitzten Lachen.

Das macht er auch heute noch in dem kleinen Gärtchen, das den Hof begleitet und vom Rimbach eingerahmt ist. Heidelbeeren und Himbeeren beispielsweise gibt es dort neben Rosen und blühenden Sträuchern. Aber der Pflanzbereich ist vor allem die Sache von Weißlers Gattin Tina und dem siebenjährigen Töchterchen Lea, für die die Weißlers kurzerhand den Sandkasten der Zweitklässlerin zu einem Beet umfunktionierten. „Hier kann sie lernen, dass Obst und Gemüse nicht aus dem Supermarkt kommen, sondern gesät, gepflanzt, gegossen und gepflegt werden müssen, bevor sie geerntet werden können“, betonen Patrick und Tina Weißler auch einen pädagogischen Effekt der Gärtnerei.

„Kinobeet“ für die Tochter

„Kinobeet“ nennt die Kleine, die gerade mit ihrem großen Bruder Fabio und dessen Freundin auf dem Trampolin herumtollt, ihr Beet. Denn: Dort kann sie mit der Mama beispielsweise Radieschen und Gurken, Karotten und Kohlrabi ernten, die sie gemeinsam zu kleinen Sticks verarbeiten und Lea mit einem Dip vor dem Fernseher „schnääken“ kann. Nicht alles läuft rund: Mit den Tomaten, berichtet Tina Weißler, habe man – wie viele andere Gärtner auch – heuer kein Glück. Und manchmal verliere man auch den Wettlauf mit den Schnecken.

Neben der Gartenecke im Hof haben die Weißlers sich einen begrünten und überdachten Balkon mit Kräuterecke und Rosen eingerichtet. Von hier aus öffnet sich der Blick nicht nur auf die Wasgauberge rund um Schwanheim, sondern auch auf eine Grünfläche mit einem größeren Pool: Hier kann Lea, weil der Schwimmunterricht in der Hauensteiner Grundschule noch corona-bedingt ausfällt, schwimmen lernen. Und hier trifft man sich auch ab und an zu einer Partie Kubb, dem „Wikinger-Schach“.

Flammkuchen Pfälzer Art

Auf dem Balkon steht auch ein Grill, den Patrick Weißler gerne für Familie und Freunde anheizt. Ein Grill steht auch im „grünen“ Hofbereich: Dort backt der Verwaltungschef gerne auf einem Grillstein Flammkuchen. Dabei probiert er gerne neben den klassischen Varianten auch mal was aus, belegt die Teiglinge mal als Pfälzer Variante mit „Lewwer- und Blutworscht“, mit Camembert und Preiselbeeren oder mit Lachs und Rucola. Auch das hilft beim Runterkommen, bei der Erholung…

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