Hinterweidenthal
Öffnung des Erlebnisparks als Herausforderung
Kinder interessieren sich eher weniger für Ratssitzungen und darin getroffene Beschlüsse. Dass der Erlebnispark Teufelstisch aller Wahrscheinlichkeit nach zum Beginn der Sommerferien wieder öffnet, dürfte jedoch für die ganz Kleinen von großem Interesse sein. Diesen Beschluss fasste der Rat am Freitag: Mit elf Ja-Stimmen bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung wurde die Öffnung zum Beginn der Sommerferien, also Ende dieser Woche, oder spätestens am Montag in einer Woche, beschlossen. Der Entscheidung ging eine lange und kontroverse Diskussion über das Für und Wider voraus.
Viel Aufwand für wenig Personal
„Ich bin gegen die Öffnung, die Vorgaben sind nicht umsetzbar mit dem vorhandenen Personal“, begründete Alfred Stilgenbauer (FWG) sein Nein. „Ja, es ist Aufwand, aber ich finde, wir sind es unseren Kindern schuldig. Wir sollten es probieren“, sprach sich der CDU-Fraktionsvorsitzende, Manfred Schary, für die Öffnung aus, ebenso wie Heiko Kustes (FWG): „Das kriegen andere auch hin, warum wir nicht“. Die Ortsbürgermeisterin, in den vergangenen Jahren immer wieder im Einsatz am Erlebnispark, äußerte sich eher zurückhaltend, angesichts der umfangreichen Einschränkungen einerseits und dem geringen Personalkörper andererseits: „Es wird nicht einfach, das wissen wir“, stellte Schenk fest, die sich bei der Abstimmung der Stimme enthielt.
Diskutiert, allerdings nicht beschlossen, wurde eine Idee von Björn Dorst (FWG), der ins Rennen brachte, dass die Ratsmitglieder die Minigolfanlage an Wochenenden betreuen könnten und damit die Einnahmen in die Gemeindekasse flössen. Die zweite Idee von Wolfgang Schweitzer (CDU), eine Art Corona Spendenkasse aufzustellen, wurde ebenfalls verworfen.
Die coronabedingten Einnahmenverluste, vor allem an der Gewerbesteuer, bezifferte Schenk mit rund 84.000 Euro allein im Jahr 2020.
Bauausschuss prüft Ausbau-Wunsch
Die Telekom baut den Umsetzer am Katharinenhof auf 5G aus. Dazu ist es erforderlich, von der Hauptstraße 14 ab bis zur Wartbachstraße und von dort weiter über den Feldweg unter Nutzung einer bereits vorhandenen Querung der B 10 bis zum Umsetzer ein Glasfaserkabel einzuziehen.
Der Bauausschuss wird sich auf Anregung von Manfred Schary ein Vor-Ort-Bild darüber machen, wie sich die Verkehrssituation von vier Anliegern der Straße In den Birken am Heufelsen darstellt. Die Anlieger wünschen sich den Ausbau eines bestehenden Asphaltstreifens von einem auf drei Meter. Schenk dazu: „Ihr habt ja gehört, was wir an Einbußen haben“, angesichts der geschätzten Kosten von rund 80.000 Euro. Eine Entscheidung trifft der Rat nach der Begehung.
Das Waldfischbacher Unternehmen Küntzler wird den zweiten Bauabschnitt In den Birken von der Steinhalderstraße bis zur Einmündung Am Etschberg, vornehmen. Von den bei der Submission am 27. Februar abgegebenen drei Angeboten unterbreite Küntzler mit knapp 510.000 Euro das günstigste Angebot. Der erste Bauabschnitt wurde vom saarländischen Unternehmen Eurovia hergestellt.
Einer 500-Euro-Spende von Patienten der Hauensteiner Zahnarztpraxis Riegel zugunsten der hiesigen Kita stimmte der Rat zu.