Kreis Südliche Weinstraße Zusätzliche Wohnungen „Im Erb“

Der Bebauungsplan „Im Erb“ wird abermals geändert. Dafür sprachen sich die Mitglieder des Ortsgemeinderates Maikammer bei ihrer jüngsten Sitzung aus. Grund ist, dass ein an das Baugebiet angrenzendes Grundstück in den Geltungsbereich aufgenommen werden soll.
Wie Ortsbürgermeister Karl Schäfer verdeutlichte, möchten die Grundstückseigentümer zusätzliche Wohngebäude errichten. Das Vorhaben sei gutzuheißen, nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass der „Bauherr auf eine städtebaulich gute Lösung setzt“, sagte Schäfer. Das Grundstück stelle eine Brücke zwischen dem Baugebiet „Im Erb“ und der Weinstraße Süd dar. Gebaut werden solle in Haus-Hofbauweise mit einer gestaffelten Höhe von elf bis 11,50 Metern Höhe. Es sollen zehn bis zwölf Wohneinheiten entstehen. Die Bewohner sollen über die Weinstraße Süd und den Wendehammer im Neubaugebiet zu der geplanten Tiefgarage zu- und abfahren. Das Vorhaben kritisiert haben vor allem einige Anlieger des Neubaugebiets, die sich in einer Interessensgemeinschaft zusammengeschlossen haben. Sie fürchten, dass die geplanten Mehrfamilienhäuser Licht und Sonne wegnehmen. Außerdem erwarten sie eine Zunahme des Verkehrs und damit mehr Lärm. Der Wiederverkaufspreis der Immobilie, so monieren sie, werde gemindert. Das Ingenieurbüro Pröll-Miltner argumentierte, dass die Gebäudehöhe kaum ausreiche, um Licht abzuschotten. Da Autos hier nur im Schritttempo fahren dürften, sei außerdem nicht mit viel mehr Lärm zu rechnen. Zudem würden Mietwohnungen für Menschen mit kleinerem Geldbeutel dringend gebraucht. Dass der Bauherr ein Mitglied des Rates sei, kommentierte das Ingenieurbüro nicht. Schäfer: „Ratsmitglieder werden grundsätzlich nicht anders behandelt als andere Bürger.“ Mit der Interessengemeinschaft habe er Gespräche geführt. Etliche Bedenken hätten beseitigt werden können. Allerdings müsse er diejenigen enttäuschen, die geglaubt hätten, dass ihre Sicht niemals verbaut würde. (giw)