Kreis Südliche Weinstraße Zur Sache: Wie es mit dem Tourismus weitergehen soll

Für Karl Schäfer, CDU, ist die Marke „Erlebnisland Maikammer“ mit dem zusätzlichen Kürzel Maikammer, St. Martin, Kirrweiler eine der erfolgreichsten Tourismusdestinationen der Pfalz mit einer hohen Wertschöpfung für Tourismus, Weinbau und Gewerbe. Seit über 40 Jahren habe sich die Vereinsstruktur als Organisationsform für den Tourismus in allen Verbandsgemeinden des Kreises Südliche Weinstraße bewährt, auch wenn der Tourismus eigentlich eine originäre Aufgabe der Ortsgemeinden sei. Bernhard Blumenstiel, SPD, betont, jede Ortsgemeinde solle im Tourismus ihre Alleinstellungsmerkmale hervorheben können. „Es wäre allerdings töricht, wenn die sich durch eine Zusammenarbeit der drei Ortsgemeinden ergebenden Synergieeffekte nicht genutzt würden“, meint der SPD-Spitzenkandidat und folgert: „Entsprechende Organisationsstrukturen sind deshalb umzusetzen.“ Reinhold Stadler, Bürgerliste, formuliert als Ziel, den lokalen Tourismus durch den Ausbau der örtlichen Tourismusbüros in St. Martin und Kirrweiler zu stärken. Darüber hinaus seien die touristischen Stärken und Potenziale der einzelnen Ortsgemeinden weiter herauszustellen, touristisch zu vernetzen und zu vermarkten. Zur erfolgreichen Außenwerbung sei der Anschluss an einen größeren regionalen Verbund erforderlich. Für Lothar Textor, FWG, ist die Frage nach der touristischen Organisation „vorrangig von den einzelnen Ortsgemeinden zu beantworten und deren Zielsetzungen zu berücksichtigen.“ Das Ziel müsse heißen: „Ja zu unseren Gemeinden und deren individuellen Entwicklungen.“ Aber auch „ Ja zu unserer Verbandsgemeinde, dort, wo Gemeinsamkeiten die gute Sache stärken.“ Hubert Damm, Bürgerforum Maikammer, spricht sich dafür aus, dass die „sehr gute Zusammenarbeit der drei Gemeinden im Erlebnisland Maikammer“ fortgesetzt werden soll, dass „jede der drei Gemeinden damit gut leben kann“. Es sei „bedauerlich“, dass St. Martin und Kirrweiler die Kooperation im Verein Südliche Weinstraße Maikammer gekündigt hätten, und eine gemeinsame Außendarstellung des touristischen Konzeptes infragegestellt werde. Damm: „Veranstaltungen wie zum Beispiel Gartenmarkt und Kunsthandwerkermarkt bringen viele Besucher in die Verbandsgemeinde. Dieses gilt es weiter auszubauen und zu stärken.“ (ff)