Kreis Südliche Weinstraße Zur Sache: Stellungnahme von Seibel zu Kommentar

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Als „unsäglich“ bezeichnet Manfred Seibel, Beigeordneter der Verbandsgemeinde Hauenstein und Fraktionssprecher der Grünen, den Kommentar „Keine Debattenkultur“ von Franz-Josef Schächter in der Samstagsausgabe. In der Ratssitzung habe es eine „ganz normale und gute Diskussion“ gegeben. Er habe niemanden in der Ratssitzung als „Sauboll“ beschimpft. Ein solches Wort komme in seinem Sprachschatz nicht vor. „Im Übrigen bemühe ich mich ganz stark darum, und ich denke, dass es mir auch gut gelingt, nie den Menschen oder politisch Andersdenkenden gezielt in der Person anzugreifen oder zu verletzen. Was ich natürlich auseinandernehme, ist die Argumentation insbesondere einzelner CDU-Ratsmitglieder“, so Seibel. Zum Thema lange Redebeiträge sagt Seibel, dass er Ratssitzungen, die in einer halben Stunde durchgezogen würden, „eher bedenklich“ finde. In der jüngsten Sitzung sei eine „gute, auch ausführliche Debatte mit Streitkultur absolviert“ worden. Am Ende hätten demokratische Entscheidungen gestanden, bei denen jedes Ratsmitglied genau gewusst habe, worüber abgestimmt worden sei. Seibel räumt ein, dass er „manchmal austeilt“. Zu den mehrfach wiederholten Vorhaltungen Markus Pohls von der CDU-Opposition in Sachen Finanz- und Haushaltspolitik habe er wörtlich gesagt: „Deine Behauptungen und Fakten, lieber Markus, sind so nah an der Wirklichkeit wie das nächste bewohnbare Sonnensystem am Planeten Erde, also Millionen Lichtjahre entfernt von der Realität.“ Das sei zwar polemisch, aber „nicht mit der Sauboll draufgehauen“. Im Übrigen seien „alle Fakten, die Pohl genannt hat, schlicht und nachprüfbar falsch“. Was sein im Kommentar aufgegriffenes „ssst“ in Richtung Verbandsbürgermeister betreffe, so sei dies dem Umstand geschuldet, dass Werner Kölsch ihn aufgrund der Sitzordnung nicht direkt sehen könne, so Seibel: „Daher die ,verbale Wortmeldung’.“ „Das einzige, was die Menschen interessiert, ist, was sage ich. Stimmen die Fakten und sind die Argumente nachvollziehbar, ja oder nein.“ Daran lasse er sich gerne messen und stecke auch gerne mal persönliche Kritik ein. In über 30 Jahren auch kommunalpolitischen Engagements habe er eine „schöne Sammlung von Kommentaren aus den beiden Tageszeitungen der Region“. Der jüngste sei von neuer Qualität. Dagegen wehre er sich entschieden. |ow

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