Kreis Südliche Weinstraße Zur Sache: Signal nach Hauenstein

„Der VG-Rat Annweiler begrüßt den Bürgerwillen der VG Hauenstein und sieht die Notwendigkeit, die Möglichkeiten einer Fusion mit der VG Hauenstein auszuloten.“ Dieses einstimmige Signal sendete der VG-Rat Annweiler am Donnerstagabend an seine Nachbarn, von denen auch einige auf den Zuschauersitzen Platz genommen hatten. Wie berichtet, wird die VG Hauenstein aufgelöst. Die Mehrheit tendiert zu einer Fusion mit dem Trifelsland. Der Haupt- und Finanzausschuss Annweiler soll nun die weiteren Verhandlungen mit der VG Hauenstein führen. Der Stadt- und die Ortsbürgermeister sollen frühzeitig eingebunden werden. An zwei Bedingungen wird nicht gerüttelt: Die Fusion müsste in den Kreis SÜW erfolgen und Ausgleichszahlungen wird es nicht geben. „Es ist gut, dass wir uns als VG so klar positionieren“, sagte Werner Schreiner (Grüne) und viele seiner Ratskollegen pflichteten ihm bei. Die Tendenz zu Annweiler bedeute einen „enormen Vertrauensvorschuss“, sagte Annweilers Stadtbürgermeister Thomas Wollenweber (SPD). „Wir sind es den Hauensteiner Bürgern schuldig, offenen Herzens Gespräche einzuleiten.“ Einige mahnten aber, dass auch der Wille der Bürger im Trifelsland gehört werden müsse. „Deswegen sollten die Ortsgemeinden von vornherein mit einbezogen werden“, forderte Dernbachs Ortsbürgermeister Harald Jentzer (parteilos). Zudem sollte zuerst mit dem Land geklärt werden, welche Argumente für eine kreisübergreifende Fusion gefordert werden. „Nicht wir werden zunächst mit dem Land verhandeln, sondern Hauenstein“, sagte Bürgermeister Kurt Wagenführer (FWG). Und bis die Gemeinden und Bürger über etwas entscheiden könnten, müsste erst einmal etwas auf dem Tisch liegen, konterte er. Deswegen solle jetzt in die Verhandlungen mit Hauenstein eingestiegen werden. „Wir sollten mit Gesprächen beginnen, die für beide Seiten ergebnisoffen sind, und wenn wir eine Basis finden, gehen wir in die Räte“, resümierte Albersweilers Ortsbürgermeister Ernst Spieß (SPD). |höj