Kreis Südliche Weinstraße Zur Sache: Infoabend der VG Offenbach zur Flüchtlingssituation

Das derzeitige Ausmaß der Flüchtlingsproblematik sei nach dem ersten Informationsabend der VG Offenbach im März dieses Jahres nicht absehbar gewesen, stellte Bürgermeister Axel Wassyl (parteilos) beim zweiten Infoabend am Dienstagabend fest. Die ehrenamtlichen Helfer leisteten vorbildlichen und großartigen Einsatz. Ohne Unterstützung aus der Bevölkerung sei die Situation auch nicht zu bewältigen. Aktuell werden in der VG Offenbach 86 Flüchtlinge, darunter 46 Männer, 15 Frauen und zehn Familien aus 15 verschiedenen Ländern betreut, so der Leiter des Sozialamtes bei der Verbandsgemeinde, Stefan Eckert. Insgesamt lebten 99 Asylbewerber und Anerkannte in den von der VG angemieteten Unterkünften. Die Flüchtlinge kommen aus Afghanistan (4), Somalia (1), Bosnien (5), Eritrea (6), Pakistan (5), Russische Förderation (9), Syrien (24), Serbien (3), Montenegro (5), Kosovo (1), Armenien (2), Albanien (17), Algerien (1), Iran (1) und Georgien (2). Waren es 2014 noch 44 Asylsuchende, so hat sich die Zahl im vierten Quartal 2015 nahezu verdoppelt. Auch die drei Vertreter der Ausländerbehörde bei der Kreisverwaltung, Kaja Kopkow-Müller, Philipp Mohn und Peter Straßer, stellten sich den Fragen der 60 Besucher. Thema war unter anderem die Abschiebepraxis. Die drei Vertreter stellten klar, dass die Flüchtlinge nicht in einer „Nacht- und Nebelaktion“ zurückgeschickt würden. Die Menschen würden frühzeitig informiert und hätten selbstverständlich das Recht, Einspruch einzulegen. Der Abend war allerdings auch begleitet von kritischen Tönen eines angeblichen Flüchtlingsbetreuers gegenüber der Verwaltung. Dessen Wortmeldungen sorgten für Unmut in der sonst harmonisch verlaufenen Veranstaltung. Wassyl rief den Kritiker wiederholt zur Ordnung. Abschließend appellierten Sozialamtsleiter Stefan Eckert und Bürgermeister Axel Wassyl an die Besucher, leerstehenden Wohnraum an die Verwaltung zu melden. Dieser werde dringend gebraucht, da in den nächsten Wochen der VG weitere Flüchtlinge zugeteilt würden. Kontakt Für hilfsbereite Bürger gibt es im Rathaus folgende Ansprechpartner: Stefan Eckert, Telefon 06348 986 181, E-Mail s.eckert@offenbach-queich.de , Alicia Wünschel, Telefon 06348 986 155, E-Mail a.wuenschel@offenbach-queich.de, Inna Gappel, Telefon 06348 986 155, E-Mail i.gappel@offenbach-queich.de. (tr)