Kreis Südliche Weinstraße Zur Sache: Die Entwicklung in der VG Maikammer

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„Die alte Stärke erreichen und noch besser werden“, das will die VG Maikammer nach den Worten von Bürgermeister Karl Schäfer (CDU). Schwerpunkt bei den Investitionen ist die Sanierung des Kalmitbades. Der wieder ins Amt zurückgekehrte Verwaltungschef gibt sich überzeugt, dass dieser Kraftakt, von über vier Millionen Euro ist die Rede, von drei Gemeinden gestemmt werden kann. Die Ortsbürgermeister von Kirrweiler und St. Martin, Rolf Metzger (Bürgerliste) und Timo Glaser (CDU), hatten nach dem Urteil des Verfassungsgerichtshofs gefordert, dass Verwaltungsprozesse oder einzelne Einheiten der großen fusionierten Verbandsgemeinde so belassen werden sollten, wie sie vor dem Gerichtsurteil waren. Das führte zu einer Diskussion im Verbandsgemeinderat Maikammer. Bei dessen erster Sitzung nach der Fusion hatten alle Fraktionen – in unterschiedlichen Nuancen – eine enge Kooperation der beiden wieder getrennten Verbandsgemeinden angeregt. Nicht zuletzt, um auch Kosten zu sparen. Bürgerliste und FWG konnten sich eine Konzentration bei identischen Abteilungen wie Finanzen oder Bauen vorstellen. Organisatorische Veränderungen solle es erst geben, wenn alle Optionen geprüft seien, so wollte es auch die CDU. Allerdings „auf Augenhöhe“. Von all diesen Absichten ist fast nichts geblieben. Auf die Frage, wo es noch Kooperation gebe, antwortet der Maikammerer Bürgermeister Schäfer: bei der Feuerwehr. Dort allerdings ist die Zusammenarbeit über Verbandsgemeindegrenzen hinaus eh notwendig, nicht erst seit der Diskussion über die Fusion. Die Betreuung von Asylbewerbern wurde von Edenkoben bis zum Jahresende mit erledigt. Nun ist Maikammer wieder selbst zuständig. Es habe sich gezeigt, dass es mitunter besser sei, selbst vor Ort handeln zu können, sagt Schäfer. Bei der Datenverarbeitung setzt die Verbandsgemeinde Maikammer nicht auf Dienstleistung der Edenkobener, sondern arbeitet mit einem großen Software-Haus zusammen, das Dienstleistungen für viele Kommunen in Rheinland-Pfalz anbietet. Die Rückabwicklung ist laut Bürgermeister mit einigen Neueinstellungen personell abgeschlossen. Die Mitarbeiter seien hochmotiviert, berichtet er. Einige seien inzwischen in höheren Funktionen eingesetzt, die Organisation wurde etwas geändert. Weiterer Diskussionspunkt: der Tourismus. Vor der Fusion war für die Ortsgemeinden Kirrweiler, Maikammer und St. Martin klar, dass diese Aufgabe für die gesamte Verbandsgemeinde vom Verein Südliche Weinstraße Maikammer wahrgenommen wird. Das sehen die politisch Verantwortlichen in Kirrweiler und St. Martin inzwischen nicht mehr so. Beide wollen den Verein auf Dauer nicht mehr mitfinanzieren und möglicherweise eigene Wege gehen. Noch ist vorerst Ruhe, weil eine Agentur untersucht, welche Möglichkeiten es gibt, touristisch voranzukommen. Die Gemeinde St. Martin will jedoch eigene touristische Strukturen erarbeiten. Und auch Kirrweiler, seit der Fusionszeit mit einem eigenen i-Punkt ausgestattet, geht auf die Suche nach einem eigenen touristischen Leitbild. Ausgang noch offen. Das neue Jahr bringt die Neuwahl des Verbandsgemeinderats Maikammer am 31. Januar. Fünf Parteien und Gruppierungen bewerben sich um die 24 Sitze. Ob das Hin und Her Spuren in der kommunalpolitischen Landschaft hinterlässt? (ff)

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