Kreis Südliche Weinstraße Zuhause in Schutt und Asche

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Nach der Brand-Katastrophe sind die zehn Bewohner, darunter fünf Kinder und Jugendliche, obdachlos und besitzen nichts mehr. Sie wurden zunächst wegen des Verdachts auf Rauchvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert, schwer verletzt wurde niemand. „Es hat lichterloh gebrannt, als wir gegen 11 Uhr am Einsatzort ankamen“, berichtete Wehrleiter Udo Mertz bei der Krisenbesprechung am Nachmittag. „Vom Dorf hat man wegen der Rauchentwicklung fast nichts mehr gesehen“, sagte der Pfarrer und Feuerwehrmann Vorderweidenthals, Johannes Berthold. Die Bewohner konnten das Haus nur mit dem verlassen, was sie auf dem Leib trugen. In kürzester Zeit waren die Wehren Oberschlettenbach, Vorderweidenthal, Birkenhördt, Bad Bergzabern, Annweiler und Erlenbach mit 80 Einsatzkräften und rund zehn Fahrzeugen, davon zwei mit Drehleitern, vor Ort. Fast die ganze Dorfmitte war großflächig abgesperrt. Es galt nur noch, das Schlimmste zu verhindern: den Übergriff der Flammen auf die Nachbargebäude. Kurz nach 13 Uhr waren nur noch verkohlte Balken, geborstene Fenster und eine bis zur Unkenntlichkeit verkohlte Wohnungseinrichtung zu sehen, das Dach war bereits weggebrannt. Wasser tropfte in Massen von der Brandruine, teils waren die Sandsteine geborsten. Niemand durfte die Brandruine wegen der Einsturzgefahr betreten, auch die Feuerwehrleute nicht. „Wir müssen erst prüfen, wann man rein kann“, sagte Werner Bollinger von der Polizeiinspektion Bad Bergzabern. Um 14 Uhr war Krisensitzung im protestantischen Gemeindehaus. Mit dabei waren auch Kreisbeigeordneter Helmut Geißer, Verbandsbürgermeister Hermann Bohrer, Beigeordneter Martin Engelhard für die Wasserwerke, Vertreter der Pfalzwerke und natürlich Kreisfeuerwehrinspekteur Rudi Götz. Viele Probleme galt es, schnell zu lösen. Die Wasserversorgung Vorderweidenthals musste sichergestellt werden, da wegen des Einsatzes der Hochbehälter fast leer war. Dazu wurden Großtanklöschfahrzeuge angefordert. Neun Häuser waren durch den Brand ohne Strom und sollten bis spätestens zum Abend wieder versorgt sein, versprachen die Pfalzwerke. Ein Zaun und eine Beleuchtung mussten aufgestellt werden, damit niemand dem einsturzgefährdeten Gebäude zu nahe kommt. Auch die Busse mussten umgeleitet werden. Die Verpflegung der Feuerwehrleute, die auch in der vergangenen Nacht Brandwache gehalten haben, musste organisiert werden. Die Besprechung verlief kurz und knapp, damit die Helfer schnell loslegen konnten. „Die Menschen haben nichts mehr“, sagte ein sichtlich betroffener Ortsbürgermeister Volker Christmann. Aber die Hilfsbereitschaft im Dorf sei groß, es sei bereits Wohnraum zur Verfügung gestellt worden. „Einige Frauen haben schon eine Hilfsaktion gestartet, im Dorfgemeinschaftshaus werden die Sachen gesammelt“, informiert er. Gebraucht werden dringend Kleidung und Schuhe für Mädchen und Jungs im Alter von vier bis 15 Jahren. Und für zwei Männer und drei Frauen. „Die Betten sind schon unterwegs“, informierte Götz. Gebraucht werden aber auch Möbel, wie ein größerer Esszimmertisch, Bettwäsche und Handtücher. Wenn die Familie in kurzer Zeit wieder aus dem Krankenhaus entlassen wird, soll sie wenigstens das Nötigste vorfinden.

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