Kreis Südliche Weinstraße Wird in Ortsdurchfahrt gerast oder nicht?

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Wird auf der B 38 von Bad Bergzabern nach Landau und auf der K 16 von Niederhorbach nach Kapellen-Drusweiler im Ortsbereich von Niederhorbach gerast oder nicht? Diese Frage beschäftigte die Mitglieder des Gemeinderats Niederhorbach in ihrer jüngsten Sitzung.

Die Bürger sagen: Ja, es wird gerast. Geschwindigkeitsmessungen des Landesbetriebs Mobilität in Speyer (LBM) haben jedoch ergeben, dass die meisten Autofahrer sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit halten. Deshalb seien geschwindigkeitsreduzierenden Maßnahmen, wie dies der Gemeinderat gewünscht hatte, nicht erforderlich, so der LBM. „Die Ergebnisse haben mich etwas erstaunt, ich habe mit forscheren Geschwindigkeiten gerechnet“, sagte der Niederhorbacher Beigeordnete Rainer Keller, der die Sitzung in Vertretung von Ortsbürgermeister Walter Hoffmann leitete. Nicht nur er war erstaunt über das Ergebnis der Messungen. „Mich haben die Ergebnisse auch überrascht“, so Ratsmitglied Christoph Hupfer. Nach Angaben des LBM wurde Ende Januar während der Dauer von 24 Stunden die Geschwindigkeit gemessen. In dieser Zeit seien 4330 Fahrzeuge von Bad Bergzabern kommend durch Niederhorbach gefahren. Die durchschnittliche Geschwindigkeit habe 49 Stundenkilometer betragen. 4152 Fahrzeuge seien aus Richtung Landau gekommen. Sie hätten eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 40 Stundenkilometern gehabt. An der K 16, der von der B 38 abbiegenden Kreisstraße zum Bahnhof und nach Kapellen-Drusweiler wurde ebenfalls 24 Stunden lang die Geschwindigkeit der Fahrzeuge gemessen. Von Kapellen aus kamen 280 Fahrzeuge, deren durchschnittliche Geschwindigkeit 38 Stundenkilometer betragen habe. 30 Fahrzeuge waren es von der B 38 kommend mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 57 Stundenkilometern. „Was wir wahrnehmen, ist etwas anderes“, so Hupfer. Der Gemeinderat will das Ergebnis so nicht stehen lassen. Auf Anregung von Hupfer soll ein Gespräch mit Vertretern des Landesbetriebes Mobilität geführt werden. Dabei will man die „Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung der Bürger und den Messergebnissen“ klären. Zehn Euro Miete und 20 Euro Kaution für die Nutzung der Grillhütte sind zu wenig, befand der Gemeinderat. Zumal die Mitarbeiter der Gemeinde immer wieder Hinterlassenschaften der Grillhütten-Mieter entsorgen müssten. Die bisher recht formlose Vermietung soll zukünftig mit einem Vertra geregelt werden. Wahrscheinlich soll die Miete auf 20 Euro und die Kaution auf 80 Euro erhöht werden. Für die Bürger von Niederhorbach sollen die Preise günstiger sein. Aus dem Dorferneuerungsprogramm stünden noch 800 Euro Sanierungsarbeiten von privaten Hausbesitzern zur Verfügung, informierte Keller. Das Geld müsse noch in diesem Sommer ausgegeben werden. Von den Kosten für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung in der Hauptstraße sollen die Anlieger 55 Prozent zahlen, so ein Beschluss des Gemeinderats. Die Gemeinde übernimmt 45 Prozent. Die gleiche Regelung wurde für die Landauerstraße beschlossen. Keller informierte darüber, dass sich der Ortsbürgermeister von Pleisweiler-Oberhofen bemühe, eine weitere halbe Erzieherstelle für die Kindertagesstätte in Pleisweiler zu bekommen. Die Einrichtung wird auch von Kindern aus Niederhorbach besucht. „Der jetzige Personalschlüssel der Kita hat null Reserve“, sagte Keller. (pfn)

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