Kreis Südliche Weinstraße „Wir nehmen alle auf“

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Organisiert worden war das Fest vom Arbeitskreis Integration des Hauses der Familie der Protestantischen Kirchengemeinde. Mit Hunderten von Gästen, die von den Kindern in vielen Sprachen begrüßt wurden, war das Fest ein voller Erfolg. Menschen aus vielen Ländern waren gekommen, um miteinander zu feiern und gemeinsam das abwechslungsreiche internationale Bühnenprogramm anzusehen. „Eine tolle Resonanz“, freute sich Rainer Brunck, Mitorganisator und Leiter des Hauses der Familie, mit Blick auf die vielen Menschen, die den Kindern begeistert Beifall klatschten. Hemmungen abzubauen, sich kennenzulernen und ins Gespräch zu kommen, war das Ziel eines Festes, das auch einen ernsten Hintergrund hatte. „Es passt heute so richtig, am Weltflüchtlingstag ein solches Fest zu feiern, rund 60 Millionen Menschen sind derzeit weltweit auf der Flucht“, sagte Dekan Dietmar Zoller in seiner Begrüßungsrede. Ein großes Lob für die diakonische Arbeit in Bad Bergzabern kam von der Schirmherrin der Veranstaltung, Landrätin Theresia Riedmaier (SPD): „Hier wird vorbildliche soziale Arbeit geleistet, eine wunderbare Willkommenskultur hat sich etabliert.“ Ihr Appell an die Bürger: „Öffnen sie ihre Herzen für alle, die unter schweren Bedingungen hierher kommen.“ Die Stadt könne nicht alles leisten, so der Beigeordnete Gerhard Rodrian (Grüne) zum Engagement für die Flüchtlinge. „Wir sind offen, wir nehmen alle auf, aber wir sind auf das Engagement der Kirchen und anderer Organisationen angewiesen. Ihr zahlreicher Besuch zeigt, dass ihnen alle Menschen willkommen sind.“ Das durchgehende Bühnenprogramm regte mit Sketchen des Kirchenkabaretts „Denkbar“ zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken darüber an, dass jeder seinen Beitrag leisten kann, um etwas für Menschen zu tun, die ein schweres Schicksal haben. Einen praktischen Einblick boten Ehrenamtliche, die sich im Café Asyl in Landau und im erst kürzlich eröffneten Café Grenzenlos in Bad Bergzabern engagieren. Für Spaß sorgten Darbietungen der Tanzschulen Schreieck und Sparmann. Gesangliche oder sportliche Unterhaltung boten tamilische, albanische und afghanische Jugendliche und Erwachsene. Interviews auf der Bühne informierten über die Flüchtlingsarbeit des Hauses der Familie, in die rund 100 Ehrenamtliche eingebunden sind. An Ständen verschiedener ehrenamtlicher Organisationen oder des Landauer Weltladens wurden Gespräche geführt, mit vielen, auch internationalen Gerichten, kam der kulinarische Teil nicht zu kurz. Die Kinder konnten sich auf einer Hüpfburg austoben. Großes Interesse fand auch der Flohmarkt des Frauenbundes und des Seniorenbüros auf dem Platz vor der RHEINPFALZ, das angrenzende Jugendhaus hatte seine Türen geöffnet und bot ebenfalls Spiel und Spaß. Das Programm hatte für jeden etwas parat. Es wurde aber auch auf die schweren Lebensumstände vieler Flüchtlinge hingewiesen. (pfn)

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