Kreis Südliche Weinstraße Wilde Kerle

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Sehr fantasievoll war ein Wagen aus Oberotterbach, der gestern durch die Altstadt von Bad Bergzabern rollte: Ein Schiff auf dem Meer, das wegen des geladenen Wohlstandsmülls zu sinken droht. Der „Plastikstrudel“, üppig verkleidet mit Kunststoffabfall aller Art, verdeutlichte die Misere. Als „Aushängeschild der Stadt“ hatte die RHEINPFALZ den „Come together Chor“ des Hauses der Familie nach seinem Auftritt beim Neujahrsempfang der Stadt bezeichnet. Mit diesem Motto nahm eine große internationale Gruppe am Umzug teil. Hut ab vor der Bereitschaft dieser Menschen, die aus Syrien, Somalia oder anderen Ländern geflohen sind und bei diesen für sie vermutlich gewöhnungsbedürftigen Bräuchen in Deutschland mitmachen. Auf dem Hollywood-Express war die geballte Fasnachtsprominenz aus Klingenmünster zu Besuch, vom Viehstrich der „School-Bus 2017“. In dem wurde bei „So ein schöner Tag“ und dröhnenden Bässen schon mal vorgeglüht. Schlank waren sie trotz eigener Überzeugung nicht alle, die „Brummer“ des Männerballets aus Pleisweiler-Oberhofen, die als Bienen verkleidet „immer gut für eine Nummer auf Majas Blumenwiese“ sein wollten. Traditionell wurde der bunte Reigen vom Fanfarenzug angeführt, mit dabei waren die Garden der Karnevalsgesellschaft Hameckia und die Kleinen der Minigarde. Nicht fehlen durften die Hutschelhexen, die sich mit viel Schabernack unters närrische Volk mischten. Emilie I. und Tom I., das Kinderprinzenpaar, durfte ganz royal fahren, mit dabei auch das Prinzenpaar Ines I. und Christian II. „Du hosch dich awwer schee verklääd“, war der Zuruf eines Narren zu einem Feuerwehrmann. Der war allerdings, zusammen mit seinen Kollegen in Arbeitskleidung im Einsatz, um mit für Sicherheit beim Faschingsumzug zu sorgen. Nach einer knappen Stunde war alles vorbei aber nicht zu Ende: Weitergefeiert wurde in den Kneipen.

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