Kreis Südliche Weinstraße Whiteboard statt Tafel

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Seit jeher hat sich die Realschule im Staufer-Schulzentrum Annweiler dem gesetzten Bildungsschwerpunkt verschrieben, jungen Menschen eine praxisorientierte Allgemeinbildung zu vermitteln. Die ersten 25 Jahre standen ganz unter der prägenden Führung von Karl-Heinz Albrecht, der die Schule von 1966 durchgängig bis zu seiner Pensionierung 1991 leitete. Unter ihm kam die Realschule Annweiler – die einzige im damaligen Landkreis Bad Bergzabern – innerhalb von zehn Jahren von anfangs zwei Klassen mit 75 Schülern auf 21 Klassen mit 678 Schülern. 1966 wurde mit dem Bau des Schulgebäudes am damaligen Stadtrand begonnen. Als es 1967 bezogen und 1969 mit allen Fachräumen fertig geworden war, stellte es sich schon als zu klein geraten heraus. Denn die ursprünglich zweizügig konzipierte Schule wurde 1971 mit 17 Klassen dreizügig. Zeitweilig mussten Fachräume als Klassensäle herhalten. Es gab Klassen ohne eigenen Klassenraum – sie mussten als „Wanderklassen“ oft von Stunde zu Stunde in gerade frei gewordene Räume umziehen. 1972 konnte die Schulraumnot mit dem Erweiterungsbau beendet werden. Die absinkenden Schülerzahlen seit Anfang der 1980er-Jahre machten es schließlich möglich, dass der Wahlpflichtfachbereich mit neuen Fachräumen ausgebaut wurde. Bereits 1987 hielt die informationstechnische Bildung ihren Einzug. 1990 konnte das erste Computerlabor eingeweiht werden. Gerne erinnern sich ehemalige Realschüler an die von Musik, Theaterspiel und Sportereignissen ausgefüllten Sommerfeste, an die Projektwochen, die Schulfahrten und Begegnungen mit den Partnerschulen in Frankreich und England. Traditionell gibt es seit den 1970er-Jahren die jährlichen Skifreizeiten nach Pfelders in Südtirol. Vor einigen Jahren ist die Realschule plus nach der Auflösung der Hauptschule in deren Gebäude gezogen, das 1980 in unmittelbarer Nachbarschaft erbaut worden ist. Nur noch wenige Klassen sind im alten Haus verblieben. Es ist nach gründlicher Überholung an einen Zweig der Berufsbildenden Schulen des Landkreises übergegangen. Seit 2014 ist Ingrid Baumgartner-Schmitt Leiterin der Realschule plus, an der sie von 1985 bis 1997 selbst als Lehrerin tätig und unter anderem für die informationstechnische Grundbildung zuständig gewesen ist. Mittlerweile zur Ganztagsschule geworden, gilt die Realschule plus Annweiler auch als Pilotschule für Medienkompetenz. Schon ab der sechsten Klasse machen sich die Kinder mit der elektronischen Datenverarbeitung vertraut. Das geschieht in zwei Computerlabors mit 42 Arbeitsplätzen. Dort wird das gesamte Office-Paket vermittelt – Textverarbeitung mit Word, Excel und Power Point – zudem Facebook, aber auch Sicherheitstraining im Umgang mit E-Mails und dem Internet. Jedem steht frei, in einer Online-Prüfung den Europäischen Computer-Führerschein zu machen. Die herkömmliche Schultafel gibt es kaum noch. Sie ist vom computergesteuerten interaktiven Whiteboard abgelöst worden. In den kleiner gewordenen Klassen ist das individuelle Unterrichten leichter geworden. Teamentwicklung und Sozialkompetenz spielten im Schulleben eine große Rolle, so Baumgartner-Schmitt. Nach ihrer Einschätzung gibt es keine Probleme mit Alkohol oder Drogen. Bei wichtigen Entscheidungen würden Klassenräte und die Eltern eingebunden. Das Miteinander laufe beinahe wie in einer großen Familie ab, stellt sie fest. Termin Die Feier zum 50-jährigen Bestehen beginnt um 14.30 Uhr in der Schulaula unter dem Motto „Vergangenheit und Gegenwart“. Ab 15.15 Uhr ist Tag der offenen Tür mit Weihnachtsdorf, Weihnachtsmusical und Begegnungen. |ppo DOPPELTERZEILENUMBRUCH

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