Billigheim-Ingenheim
Wegen Test-Kreisel: Dauerbaustelle überrascht mit plötzlicher Unterbrechung
Seit gut einem Vierteljahr gibt es keine direkte Verbindung mehr von der B38 bis nach Barbelroth beziehungsweise Steinfeld und den umliegenden Ortschaften. Mit der Folge, dass gerade durch Ingenheim mehr Verkehrsteilnehmer als sonst fahren, damit sie über Umwege ihre Ziele erreichen können. Grund dafür ist eine Baustelle, die eine Vollsperrung erforderlich macht.
Die Arbeiten beschränken sich auf einen sechseinhalb Kilometer langen Abschnitt zwischen Barbelroth und Billigheim. In mehreren Teilabschnitten werden die Asphaltdeck- und Tragschicht auf bis zu zwölf Zentimeter Tiefe erneuert, wie der Landesbetrieb Mobilität (LBM) als zuständige Behörde vor dem Start der Arbeiten informierte. Alles läuft nach Plan. Nun aber kommt aus der Speyerer Dienststelle die Info, dass nun entgegen der ursprünglichen Planung eine Bauunterbrechung folgt.
Polizei: Zu viele Unfälle
Wie die Behörde mitteilt, wurden die Planungen kurzfristig angepasst. In Billigheim, in Höhe des Friedhofs, soll ein provisorischer Kreisel gebaut werden. Dieser soll helfen, die Verkehrssicherheit an der Kreuzung zu erhöhen, wo es von der B38 beziehungsweise von Landau kommend nach links Richtung Rohrbach (Rohrbacher Straße) oder nach rechts in die Marktstraße abgebogen werden kann. Es sei denn, man möchte weiter geradeaus Richtung Barbelroth.
Diese Kreuzung ist der Polizei als Unfallstelle bekannt. So haben sich allein in den Jahren zwischen 2022 und 204 sechs Unfälle ereignet, bei denen stets Personen verletzt wurden, teils schwer. Verursacht werden die Unfälle vor allem dadurch, dass die aus Rohrbach oder vom Marktplatz kommenden Autofahrer die jeweiligen Stopp-Schilder missachten und dadurch eine Kollision riskieren.
Polizei und LBM hatten sich im Austausch mit der Gemeinde und Verbandsgemeinde bereits auf eine Kreisel-Lösung verständigt, die in den nächsten beiden Jahren dauerhaft kommen soll. Das Provisorium soll aber nun helfen, erste Erkenntnisse zu gewinnen. Man möchte erfahren, ob das Bauwerk die gewünschte Verbesserung herbeiführt.
Wie es nach der Baupause weitergeht
Weil der Bauablauf und die Bauzeiten kurzfristig angepasst wurden, stehen „einzelne für die Umsetzung der geänderten Planung erforderliche Materialien und Ressourcen derzeit nicht im ursprünglich vorgesehenen Umfang zur Verfügung“, teilt der LBM mit. Daher werde nun eine Pause bis voraussichtlich 10. August eingelegt, also bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Sommerferien enden. Ab Dienstag, 16. Juni, wird es also vorerst wieder freie Fahrt geben.
Nach der Pause wird sich auf den Bereich zwischen der Mozartstraße und der Rohrbacher Straße fokussiert, dann steht neben den Sanierungsarbeiten der Bau des Provisoriums auf dem Plan. Etwa drei Wochen soll dieser Bauabschnitt dauern. Danach wird es erneut eine Unterbrechung geben: dieses Mal wegen des Purzelmarkts, der vom 18. bis zum 21. September Menschen in die Gemeinde lockt, sowie der Weinlese.
Ab dem 22. September beginnt laut LBM der Endspurt. Das heißt für Pendler, dass sie sich dann wieder auf eine vierwöchige Vollsperrung einstellen müssen.