Kreis Südliche Weinstraße Was Großes muss her

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„Stapellauf und Schiff ahoi!“, hieß es gestern auf dem Schwanenweiher in Bad Bergzabern. Stolz präsentierten die Realschul-plus-Schüler der Wahlpflichtfächer „Wirtschaft und Verwaltung“ und „Technik und Naturwissenschaften“ ihr gemeinsames Projekt „Solarmaran 2015“.

Seit Februar waren die beiden Lernfächergruppen eifrig am Werkeln. Der Ideengeber war ihr Lehrer Patrick Himpel. Den Gedanken zu einem solarbetriebenen Katamaran bekam aus einer Broschüre, die ihm Schuldirektor Ludwin Michels irgendwann mal in sein Fach gelegt hatte. Dies war allerdings für Modelle gedacht. Doch daraus kann man doch mehr machen, dachte sich der technikbegeisterte Lehrer. Kein Modell, sondern was Großes muss her. Etwas, auf dem man fahren kann. Seine Schüler waren begeistert. Um Spenden zu bekommen, nahm die Klasse Kontakt mit der „WuV“-Gruppe auf. Der Lehrer des Wahlpflichtfachs „Wirtschaft und Verwaltung“, Peter Sturm, und seine Schüler waren von der Idee genauso begeistert. Die Abteilung Technik baute den Solarmaran und die Abteilung Wirtschaft sorgte für den Zulauf von Sponsorengeld. Gül Direk aus der Klasse 9T kreierte Buttons des jungen Alfred Grosser mit Käppi-Konterfei. Bei verschiedenen Gelegenheiten wurden diese verkauft und für das Projekt geworben. Viele Firmen und Geschäftsleute unterstützten die jungen Leute. Unter anderem die Stadtwerke, in Vertretung von Christian Müller, der von Sandra Harsch begleitet wurde, die den Solarmaran taufte. Schulleiter Michels und Stadtbürgermeister Fred-Holger Ludwig (CDU) erklärten, sie hätten nie gedacht, in Bad Bergzabern jemals einem Stapellauf eines Schiffes beiwohnen zu dürfen. Zirka 1500 Euro waren nötig, um den Katamaran wasser- und solartauglich zu machen. Die Einnahmen allerdings wurden übertroffen, sodass nun genug Geld übrigbleibt, um im September an der Solarboot-Regatta auf dem Finow-Kanal in Berlin teilzunehmen. Acht Kilometer pro Stunde kann der Solarmaran bewältigen. Und mit vier Stunden Aufladezeit ist der Fahrspaß etwa drei Stunden lang, erklärt der Mitorganisator Peter Sturm. Die Schülerinnen Jana Vogt und Caroline Baidinger erzählen: „Wir haben geplant, aufgelistet und sind von Geschäft zu Geschäft gegangen, um unser Anliegen vorzubringen.“ Auch für Nico Emrich und Matthias Liske war die Zeit aufregend. „Zweimal in der Woche waren die Schulstunden. Darüber hinaus haben wir uns viele Stunden in unserer Freizeit wegen des Projekts getroffen.“ Isabel Traut und David Guth alt zeigen ihre selbstgestalteten T-Shirts, auf denen das Button-Motiv verewigt wurde: „Unsere Hausmeister Uwe Zimmermann, Stefan Bruch und Roland Zeis waren immer für uns da und haben uns beim Bau unterstützt.“ (alve)

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