Kreis Südliche Weinstraße Warten auf Zusage aus Mainz

Placeholder-Image

Der erste Neujahrsempfang in der Gemeinde Lug war ein voller Erfolg. Der demografische Wandel habe den Ort verschont, mit seinen rund 600 Einwohnern stehe Lug auch wirtschaftlich gut da, sagte Ortsbürgermeister Hermann Ripperger im gut besuchten Bürgerhaus.

Vor seinem Rückblick skizzierte Ripperger das Weltgeschehen mit seinen vielen Brandherden und den damit zusammenhängenden Flüchtlingsströmen. „Ich wünsche mir, dass wir den Flüchtlingen, die in unsere Gemeinde kommen, ohne Vorurteil begegnen und ihnen die benötigte Hilfe geben“, sagte Ripperger. Der Ortsbürgermeister berichtete von einer guten finanziellen Entwicklung, 2015 sei ein Überschuss von 61.000 Euro erwirtschaftet worden. Beim geplanten Neubau einer Gemeindehalle mit Kosten von 900.000 Euro wurde der Finanzierungsplan von der Kommunalaufsicht und der Kreisverwaltung Südwestpfalz akzeptiert und liegt jetzt als Förderantrag beim Innenministerium in Mainz zur Genehmigung vor. Ripperger machte klar: „Sollte die Finanzierung durch eine entsprechende Landesförderung nicht gesichert sein, werden wir uns nicht in ein finanzielles Abenteuer stürzen und es erfolgt keine Realisierung eines Neubaus.“ In einer gemeinsamen Resolution mit den Nachbargemeinden wurde gefordert, dass ein Radweg zwischen Vorderweidenthal und Annweiler in das Landesradwegenetz aufgenommen wird. Diese Resolution wurde vom Landkreis Südliche Weinstraße und vom Innenministerium abgelehnt. Angesprochen wurde die Inbetriebnahme der Gruppenkläranlage und die weitere Dorfentwicklung, indem Wohnmöglichkeit für junge Familien geschafft werden. Die Gemeinde wolle künftig auf Bauanträge flexibel im Sinne der Antragsteller reagieren, kündigte Ripperger an. Seit Jahren setzt die Gemeinde schon auf eine kinderfreundliche Politik, jedes Neugeborene erhält als Willkommensgruß 150 Euro. Ripperger konnte bei der Premiere nicht nur viele Bürger begrüßen, sondern auch einige Ehrengäste, darunter die Landtagsabgeordnete Susanne Ganster (CDU), Werner Kölsch, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hauenstein, und den Beigeordneten Mario Tröstler aus der Partnergemeinde Mollkirch im Elsass. Musikalisch begleitet wurde der Empfang vom örtlichen Gesangverein unter der Leitung von Andrea Serr. Unter dem Beifall der Bevölkerung gab es Blumen für Wilma Kunz, die mit 93 Jahren wahrscheinlich älteste noch aktive Sängerin der Pfalz ist. (ag)

x