Kreis Südliche Weinstraße Wald wirft wieder Gewinn ab

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Einstimmig beschloss der Gemeinderat Birkenhördt den Forstwirtschaftsplan 2016/17, der einen Überschuss von 7000 Euro aufweist. Weitere Themen waren Personal- und Strukturänderungen im Forstamt Annweiler sowie geplante Maßnahmen im Ort und Infos zur Kita. Unverändert bleiben die Steuersätze.

Die gute Botschaft vom Plus im Forstwirtschaftsetat 2016/17 brachte Wolfgang Leidner, der Bad Bergzaberner Revierleiter. Demnach weist der Forstwirtschaftsplan der nächsten zwei Jahre einen Ertrag von fast 86.800 Euro auf, dem ein Aufwand von knapp 79.800 Euro gegenüber steht. Der Hiebsatz pro Jahr liegt bei rund 1870 Festmetern. Leidner erläuterte Posten und Holzarten, wobei Kiefer, Douglasie und Buche und Fichte am meisten geschlagen werden sollen. Der Revierleiter kündigte an, dass es wegen der Sanierung der Kreisstraße nach Blankenborn zu Umleitungen durch den Wald auf Birkenhördter Gemarkung komme. Über Personal- und Strukturänderungen sowie die Auswirkungen auf die Reviere und Waldbesitzer ab 2017 informierte der Leiter des Forstamtes Annweiler, Stefan Asam. Obgleich es in der Personalentwicklung zwischen 1990 und 2012 bereits eine Reduzierung um 34 Prozent gegeben habe, stehe ein weiterer Personalabbau an, dessen Umsetzung aber sozialverträglich erfolge, so Asam. In 2022 betrage das Durchschnittsalter von Revierleitern 56 Jahre, verdeutlichte er die Entwicklung. Fachleute mit neuen Qualifizierungen und Berufsbildern im Forstwesen werden zukünftig die Reviere unterstützen und Büroleiter in den Ämtern ersetzen, hieß es. Asam sprach von 5,35 Revieren, wobei ein Revier im Schnitt 1,65 Hektar umfasse. Weil das Revier Bad Bergzabern mit 1,33 Hektar zu klein sei, habe dessen Auflösung gedroht, berichtete er. „Aber durch die Strukturanpassung über den Privatwald fiel das Prüfungsergebnis positiv aus“, freute sich Asam über den Erhalt des Reviers. Er sprach von einem „sehr vorteilhaften Modell“ ab 2017 und bezeichnete das Revier Bad Bergzabern als „echten Gewinner, um den uns andere Reviere beneiden“. Die betroffenen Ortsgemeinden sollten diese Strukturänderung in den Räten innerhalb des ersten Halbjahres 2016 beschließen, gab Asam an. Beim Baumarten-Vorkommen bezeichnete er die Buche als unverändert, die Fichte als Verlierer des Klimawandels und „die Tanne, die eine richtige Renaissance erlebt“, als Ausgleich. Vor allem die im Bad Bergzaberner Gebiet verbreitete Weißtanne hob Asam hervor. Landesweit weist das Forstamt den größten Tannenanteil auf. Einstimmig beschloss das Gremium, die Realsteuerhebesätze, die Hundesteuersätze und den Beitrag zur Unterhaltung von Wirtschaftswegen für 2016 zu belassen wie bisher. Unisono vergab der Rat den Winterdienst wieder an die Firma Schunck (Ilbesheim). Ebenfalls einstimmig, bei einer Enthaltung, genehmigte er die im Haushalt gedeckte, außerplanmäßige Ausgabe von rund 8900 Euro für den Kauf eines gebrauchten Traktors.

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