Kreis Südliche Weinstraße Wünsch dir was

Die Verbandsgemeinden fusionierten, die Ortsgemeinden selbst blieben autark: Auf diese Feststellung legte Wilgartswiesens Ortsbürgermeister Jürgen Brödel (BfW) in der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend wert, als er die Kommunal- und Verwaltungsreform der VG Hauenstein thematisierte.
Es gelte unbedingt, den Bürgerwillen zu respektieren. Mitte November ist in Hauenstein eine größere Veranstaltung mit einem Vertreter aus Mainz geplant. Vorab verabschiedete der Rat einstimmig eine „Wunschliste“, die der Verbandsgemeinde vorgelegt werden soll: •Der Bürgerwille soll respektiert werden. •Ein Bürgerbüro soll in Hauenstein erhalten bleiben. •Verhandelt werden die Trägerschaft der Grundschule und der Erhalt der Grundschule. •Die sporttreibenden Vereine sollen die Schulturnhalle weiterhin nutzen können. •Über die Werksgebührensituation, die Umlagesätze und die Ausstattung der Feuerwehren, auch in den Annexen, muss gesprochen werden. •Die Bebauungspläne der Ortsgemeinde sollen sich in den Flächennutzungsplänen der VG wiederfinden und berücksichtigt werden. •Der ÖPNV soll optimiert werden. •Der Tourismus und die Wasserversorgung sollen gefördert werden. Eine noch größere Liste hat der Gemeinderat als Projekte des Haushaltsjahrs 2017/18 beschlossen, die er genau so schuldenfrei abarbeiten will wie die in den vergangenen zwei Jahren. Recht große Brocken sollen in Angriff genommen werden. Die Fortschreibung des Neubaus beim Bauhof, die Gestaltung des Kirchenvorplatzes und ein barrierefreier Zugang zum Friedhof, die Erneuerung der WC-Anlage und die Beleuchtung der Parkplätze bei der Falkenburghalle sind ein Teil der geplanten Arbeiten. Eine weittragende Entscheidung war der einstimmige Beschluss, die Gemarkungsgrenze zwischen Wilgartswiesen und Hauenstein zu ändern. Der Hintergrund: Das Autohaus Debnar, das sich zwischen B 10 und Ortseinfahrt Hauenstein befindet, steht in der Gemarkung Wilgartswiesen. Da sich das Autohaus auf dem Schuhsektor erweitern möchte, müssen die Grenzen geändert werden. Sonst wäre beispielsweise bei verkaufsoffenen Tagen in Hauenstein das künftige Schuhhaus benachteiligt. Nun muss noch der Gemeinderat Hauenstein zustimmen. Die Gewerbesteuereinnahmen für die Betriebe auf dem betreffenden Grundstück sollen in den kommenden 99 Jahren zu jeweils 50 Prozent auf die beiden Gemeinden verteilt werden. Die Gemarkung soll auch geändert werden, um das geplante „Interkommunale Gewerbegebiet Wilgartswiesen-Hauenstein“ realisieren zu können. Die Eigentümer des Anwesens „Am Hirschhorn 22“ haben einen Antrag auf Verlängerung des Wegeausbaues gestellt. Doch die Verwaltung sieht keinen Handlungsbedarf. Der Rat lehnte den Antrag ebenfalls ab. Genehmigt wurde, dass der Anlieger den Weg auf eigene Kosten mit Gittersteinen befestigen darf. Für die Feierlichkeiten der Wilgartatage gingen 25 Spenden von Bürgern und Firmen mit einem Gesamtbetrag von 4300 Euro ein, die der Rat einstimmig annahm. |ag