Kreis Südliche Weinstraße „Vorstellen muss ich mich nicht mehr“

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Im Hauptberuf Coach für Führungsleute aus der Automobilbranche, seit einem Jahr Vorsitzender der CDU Südliche Weinstraße, seit sechs Monaten erster ehrenamtlicher Kreisbeigeordneter – da ist es für einen Pressevertreter gar nicht so einfach, einen Gesprächstermin mit Marcus Ehrgott zu bekommen.

Der 43-Jährige ist zwar Freiberufler, doch die 40 bis 45 Stunden als Clustermanager und die vielen Termine für das politische Ehrenamt haben Wirkung gezeigt. „Es ist schon anstrengend.“ Doch den Herxheimer kann so schnell nichts aus der Ruhe bringen. „Es ist alles eine Frage der Flexibilität und Organisation.“ Wenn er den Blick zurück schweifen lässt, dann huscht ab und an sogar ein zufriedenes Lächeln über sein Gesicht. „Inzwischen muss ich mich nicht mehr vorstellen, ich werde von den meisten Leuten erkannt“, sagt der Christdemokrat, der das Amt von dem auf Druck der Parteibasis abdankenden Nicolai Schenk übernommen hat. „Die Gesprächskultur hat sich stetig verbessert. Es ist einiges zusammengewachsen.“ Die Zeit der Personaldebatten sei vorbei, jetzt stünden Sachfragen im Vordergrund, sagt Ehrgott, Sohn des früheren Amtsgerichtsdirektors in Bad Bergzabern und dereinst freier Mitarbeiter der RHEINPFALZ. Einigermaßen zufrieden ist er mit der Mitgliederzahl. Der Stand von rund 1500 sei gehalten worden. Und das, obwohl es zuletzt rund 30 Sterbefälle gegeben habe. Was die Wahl des hauptamtlichen Beigeordneten in der neuen VG Edenkoben anbelangt, so hätte sich Marcus Ehrgott eine harmonischere Lösung und weniger Unruhe gewünscht, betont er in Anspielung darauf, dass aus der CDU-Fraktion zunächst zwei ganz andere Kandidaten genannt wurden und nach deren Rückzug dann CDU-Fraktionsvorsitzender Eberhard Frankmann eine große Mehrheit erhielt. An dessen Qualifikation gebe es aber nicht den geringsten Zweifel. Da sei jetzt alles im Lot. Es dauert zwar noch ein Weilchen, aber Ehrgott beschäftigt sich schon jetzt sehr intensiv mit den Bürgermeisterwahlen in den Verbandsgemeinden Bad Bergzabern und Herxheim. Im Südkreis besitze die CDU mit Peter Kusenbach einen Bewerber, der die VG aus dem Effeff kenne und viele jüngere Wähler ansprechen werde. „Er versprüht viel Energie, die ansteckend wirkt.“ Für Herxheim werde die CDU wieder auf Amtsinhaber Franz-Ludwig Trauth, bisher parteilos, aber für die CDU im Kreistag, setzen. Und seine eigene Rolle als Beigeordneter im Kreisvorstand? Alles werde reibungs- und geräuschlos geregelt. Zoff mit der SPD-Landrätin Theresia Riedmaier habe er noch nicht gehabt, berichtet der CDU-Beigeordnete. Selbst bei Meinungsunterschieden bestehe ein freundlicher Dialog. Eine Problem sei nach wie vor die unzureichende finanzielle Ausstattung des Kreises durch das Land. Wann über die von der CDU im Kreistag durchgesetzte Klage entschieden werde, stehe noch in den Sternen.

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