Kreis Südliche Weinstraße Von Pizza bis Marmelade
Der Herbst hält Einzug. Am Samstag konnte man das sehen, schnuppern und kosten. Denn rund um die Bad Bergzaberner Marktkirche öffnete der Kürbismarkt seine Pforten. Und die Besucher ließen sich gerne auf herbstliche Impressionen ein.
Die Idee des Bad Bergzaberner Werbekreis ist für viele Kürbisfans ein Muss im Terminkalender geworden. Die Kombination an diesem Samstag: Kürbismarkt mit dem Sponsorenlauf für das „Haus der Familie“ in Bad Bergzabern passte. Vor allem weil der Ziel-Einlauf direkt am Anfang des Marktes aufgebaut wurde. Das gefiel vielen Besuchern und der Andrang war groß. Ottilie Ruffert aus Bad Bergzabern freut sich jedes Jahr auf den Markt: „Heute ist es besonders schön hier. Das Wetter ist so toll. Die vielen Leute. Und die Kürbissuppe vom Stand schmeckt hervorragend. Später beim Nachhauseweg nehme ich mir noch ein Kürbisbrot mit und etwas Marmelade.“ Mit ihrer kleinen Lilly, einer schon etwas betagten kleinen Fox-Terrier-Hündin, besucht sie seit etwa sieben Jahren regelmäßig den Markt der herbstlichen Genüsse. Auch Ilse Wunderlich, ebenfalls aus Bad Bergzabern, liebt die Vielfalt der Kürbisarten und ist immer wieder fasziniert, was man aus der großen Beere so alles machen kann. Sie erzählt: „Gerne backe ich Kürbispizza für die ganze Familie. Das schmeckt hervorragend und alle lieben es. Die Pizza mit dünnen Scheiben des Kürbisses, Birnen und Schafskäse belegen und zum Schluss noch Kürbiskernöl drüber träufeln. Herrlich!“ Durch die große Sortenvielfalt ist der Kürbis zu einem der beliebtesten Herbstgemüse geworden. Und man kann sich während die Herbstzeit gerne durch über 800 Rezepte kochen. Immer abwechslungsreich – und vor allem gesund. Beate Schwögler vom Kürbishof aus Birkenhördt erklärt: „Die Sorten sind einfach schön zu verarbeiten und auch anzuschauen. Ich liebe die Erntezeit, des Einmachens, Marmeladekochens. Der Herbst ist ein Füllhorn. Die beliebteste Sorte ist der Hokkaido. Aber auch der Muskatkürbis hat seine Vorteile.“ An ihrem Stand kann man viele Sorten mit eigenwilligen Namen entdecken. Da stehen die kleinen „Jack be Little“ neben der japanischen Neuzüchtung „Puccini“, auch Mikrowellenkürbis genannt, den Zierkürbissen „Indian Mix“ und dem nussig schmeckenden „Butternut“. Die Vielfalt ist auch für das Ehepaar Inge und Bernd Michel aus Dörrenbach beeindruckend: „Wir sind zum ersten Mal hier. Eigentlich wollten wir für unseren Enkel Florian noch etwas für die Geburtstagstorte suchen. Da dachten wir, es ist so tolles Wetter, wir schlendern über den Markt.“ Der Garten von Inge Michel hat in diesem Jahr leider keine große Ernte der Herbstfrucht gebracht. Nur einen Einzigen konnten sie reinholen, fügt Bernd Michel an. Deshalb decken sie sich nun auf dem Markt ein. Beim Stand „Ein Herz für Mission“ kommt die süße Seite der Früchte zum Vorschein: Ob Kürbis-Apfel-Quitten-Marmelade, Weinbergpfirsich-Konfitüre oder Feigen mit Balsamico und Rotwein, speziell für Käse. Alles da, meinen die beiden freundlichen Damen am Stand, und stehen schon mit Probierlöffeln bereit. (alve)