Kreis Südliche Weinstraße Von der Impfpflicht bis zum Telefonpfand

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32 Schüler aus acht Schulen in der Pfalz suchten beim Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“ im Haßlocher Ratssaal einen Sieger. Ein Gewinnerin kommt aus Edenkoben.

Nachdem am Vormittag insgesamt 32 Schüler aus acht Schulen die Qualifikationsrunde hinter sich gebracht haben, debattieren die vier besten jeder Altersklasse um die Teilnahme am Landeswettbewerb in Mainz. Wer die zur Debatte stehende Frage bejaht, wer die Gegenseite vertritt, wird ausgelost, bevor das Thema bekannt gegeben wird. Es ist damit zu rechnen, dass ein Schüler in der Debatte eine Meinung vertreten und begründen muss, die sie oder er persönlich nicht teilt. Ist das nicht schwierig? „Nein“, findet Sebastian Waic, „das ist ja gerade der Spaß daran, sich auf beide Seiten vorzubereiten. Man lernt das“, sagt er. Der Neustadter, jetzt BWL-Student in München, war 2012 Landessieger Rheinland-Pfalz und moderiert den Wettstreit. Das Thema für die Sekundarstufe I erscheint: „Soll ein Umweltpfand für Mobiltelefone eingeführt werden?“ Ja, finden die einen, denn die derzeit 80 Millionen Handys, die allein in deutschen Schubladen schlummern sollen, enthalten wertvolle Rohstoffe zur Wiederverwertung. Nein, sagen die anderen, der Nutzen stünde in keinem Verhältnis zu den Kosten für die bürokratischen Abläufe und den Umweltbelastungen durch die Einrichtungen für das Recycling. Die Debatte verläuft sachlich und spannend, die Argumente sind ausgewogen. Darüber, ob „bundesweit eine allgemeine Impfpflicht gegen Masern eingeführt werden“ soll, erhitzen sich die Gemüter in der Debatte der Sekundarstufe II. Zahlen werden ins Feld geführt, die Seite „Pro“ verlangt ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro. Die Gegner führen das Recht auf körperliche Unversehrtheit ins Feld und darauf, selbst bestimmen zu dürfen, was für den Einzelnen gut sei. Auch hier gibt es am Schluss keinen Konsens.

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