Kreis Südliche Weinstraße Viele Narren feiern friedlich

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Die Polizei zieht eine positive Bilanz für die Umzüge in Herxheim und Bad Bergzabern. Es blieb meistens friedlich. Ein paar Jugendliche hatten zu viel gepichelt, nur wenige Narren benahmen sich daneben. Einem Security-Mitarbeiter wurde ins Gesicht gespuckt. Ein Überblick.

Einen relativ entspannten Einsatz hatte die Polizei beim Umzug in Herxheim. An der Strecke gab es weniger Störungen als in den vergangenen Jahren, auch bei den Jugendschutzkontrollen wurden weniger Verstöße gemeldet. „Damit hebt sich der Umzug wohltuend von den intensiven Einsätzen der vergangenen Jahre in Offenbach ab“, sagt Polizeisprecher Rolf Göttel der RHEINPFALZ. In Offenbach hatten sich Jugendliche sprichwörtlich ins Koma gesoffen, inzwischen hat die Karnevalsgesellschaft den Umzug aufgrund der Auflagen eingestellt. In Herxheim gab es in diesem Jahr während des Umzugs lediglich eine Schlägerei zwischen zwei 21 und 28 Jahren alten Männern hinter der Villa Wieser. Die Beamten trennten die Streithähne, sie bekamen einen Platzverweis. Nach Ende des Umzugs wurden zwei Jugendliche von Mitgliedern einer Gruppe grundlos angegriffen und dabei leicht im Gesicht verletzt. Die Beamten begannen sofort mit der Fahndung – die Schläger konnten jedoch entkommen. Vor der Festhalle, wo die Preisverleihung für die Gruppen über die Bühne ging, randalierte ein 37-jähriger Herxheimer. Er spuckte einem Security-Mann ins Gesicht. Der Mann hatte fast zwei Promille im Blut. Ebenfalls vor der Festhalle wurde einer 24-jährigen Frau die Handtasche gestohlen, während sie auf der Straße tanzte. In der Tasche befanden sich Bargeld, Handy und Ausweispapiere. Der Rettungsdienst musste sich am Dienstag um deutlich weniger betrunkene Jugendliche kümmern als sonst. Während des Umzugs wurden sechs Jugendliche im Alter von 15 bis 16 Jahren, die zu viel gepichelt hatten, gemeldet. Eine 15-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht, nachdem sie in der Nähe des Jugendzentrums zusammengebrochen war. Die Beamten mussten Schaulustige zur Seite drängen, die durch ihre Gafferei die Arbeit der Sanitäter behinderten. Dass es weitgehend friedlich blieb, hing wohl auch mit dem schlechten Wetter zusammen, weil weniger Zuschauer nach Herxheim kamen, heißt es im Polizeibericht. „Außerdem scheint das Sicherheitskonzept der Veranstalter und des Ordnungsamts mit Einlasskontrollen und Glasverbot aufzugehen“, sagt Göttel. An den vier Kontrollpunkten wurden Besuchern über 400 Glasflaschen abgenommen. Als „relativ ruhig“ bewertet die Polizei Bad Bergzabern den Umzug in der Kurstadt. Wetterbedingt hätten aber auch nicht so viele Zuschauer dem närrischen Lindwurm zugejubelt. „Die Stimmung war gut, nur im Nachgang gab es eine kleine Reiberei“, berichtet Hauptkommissar Werner Bollinger. Zwei junge Männer, die zu tief ins Glas geschaut hatten, lieferten sich eine Rangelei. Glücklicherweise verletzte sich niemand dabei. Die Polizeiinspektion habe zwar keine gezielten Jugendschutzkontrollen gemacht, aber den Beamten seien beim Gang durch die Menge auch keine alkoholisierten Jugendlichen aufgefallen, so Bollinger. |ansc/höj

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