Kreis Südliche Weinstraße „Viel Arbeit, aber die Mühe wert“

Am Dienstag startete in Annweiler die dritte Runde der Pfarrverbandsbesuche des Gemeindepastorals 2015. Rund 60 Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräte des Pfarrverbands Bad Bergzabern nutzten die Gelegenheit, um sich über die nächsten Schritte des neuen Seelsorgekonzepts im Bistum Speyer zu informieren und einzubringen.
Generalvikar Franz Jung erläuterte den Prozess der Gemeindebildung und die Wahlen im Oktober. Bedenken, dass wegen der zu geringen Zahl an Kandidaten die Vernetzung innerhalb der drei Gremien nicht klappen könnte, wurden ebenso laut wie Sorgen über das Geld der Kirchengemeinde vor Ort. Dieses wandert, so Jung, wie auch die Schlüsselzuwendungen „in den großen Topf“ der Pfarrei. Wie bisher entscheide dort der Verwaltungsrat über dessen Verwendung. Das Geld der Kirchenstiftung bleibe im Besitz der Gemeinde. Über die Aufgabenverteilung zwischen Pfarrsekretariat und Regionalverwaltung werde noch entschieden. Eine wegen der Entfernung befürchtete Abkopplung der drei aus dem ehemaligen Pfarrverband Bad Bergzabern hervorgehenden Pfarreien von der Regionalverwaltung Germersheim soll durch Außendienstmitarbeiter verhindert werden. Eine große Herausforderung sehen die pfarrlichen Gremien in der Ausarbeitung eines pastoralen Konzepts, das innerhalb von zwei Jahren erarbeitet werden soll. Dieses gilt für zwei Wahlperioden und wird danach überprüft und nötigenfalls korrigiert. Die Umstrukturierung sei „schon viel Arbeit“, gab der Generalvikar zu, „aber es ist die Mühe wert“. Den Zusammenhang zwischen dem pastoralen Konzept, dem Prozess Gemeindepastoral 2015 und der „Kirche im Aufbruch“ hatte Domkapitular Franz Vogelgesang bereits im Eingangsimpuls hergestellt. „Wir bemühen uns, alle mitzunehmen auf diesem Weg“, sagte Jung, der die große Bereitschaft der kirchlichen Mandatsträger zur Mitgestaltung würdigte. Die Besuche in allen anderen Pfarrverbänden werden bis zum Sommer fortgesetzt. Über die Zukunft der Elisabethenvereine und Sozialstationen unter der neuen Struktur informierte die Caritas. Den Elisabethenvereinen, die oft nur sehr geringe Mitgliederzahlen haben, empfahl der Caritas-Vorsitzende, Domkapitular Karl-Ludwig Hundemer, sich in Zukunft auf Pfarrei-Ebene zu einem Verein zusammenzuschließen. Über die Mitgliedschaft bei der Sozialstation hätte der neue Verein zu entscheiden, ebenso der Verwaltungsrat der neuen Pfarrei über deren Mitgliedschaft. (rhp)