Offenbach VG bezahlt Wehrleuten den Lkw-Führerschein
Die Verbandsgemeinde hatte bislang einen Zuschuss in Höhe von 1500 Euro beigesteuert. Wehrleiter Oliver Siebert hatte dazu angeregt, die Kosten komplett zu übernehmen, welche zwischen 2900 und 2500 Euro betragen. Je nachdem, ob die Betroffenen im Besitz der Fahrerlaubnis der Klasse B oder C1 sind, die sie wiederum dazu berechtigt, ein Auto beziehungsweise einen Laster bis zu 7,5 Tonnen zu fahren.
Nach Angaben von VG-Chef Axel Wassyl ist der Hintergrund der Änderung zum einen, dass die Feuerwehr-Fahrzeuge immer schwerer werden. Zum anderen dürfte mit dem „normalen“ Führerschein nicht mal mehr einen Anhänger gezogen werden.
„Ehrenamt wird gestärkt“
Laut Siebert können sich Interessiere und aktive Feuerwehrleute durch die Neuregelung sicher sein, dass sie entsprechend ausgestattet und ausgebildet sind, um im Schadensfall mit den Kollegen auszurücken. Umgekehrt stärke die Verbandsgemeinde dadurch das Ehrenamt beziehungsweise mache das Engagement attraktiver. Wobei auch andere Kommunen in der Südpfalz diesen Weg beschreiten, etwa die Verbandsgemeinde Bellheim und die Stadt Landau. Stadtsprecherin Sandra Diehl begründet die Kostenübernahme damit, „da es wichtig ist, dass tagsüber wie auch nachts ausreichend ausgebildete Fahrerinnen und Fahrer zur Verfügung stehen“.
In der VG Offenbach ist die Kostenübernahme gekoppelt an der Bedingung, dass die Personen zehn Jahre am Ball bleiben. Bei vorzeitigem Ausscheiden aus dem Dienst wären die Kosten anteilig zurückzuzahlen. In Landau gilt die Verpflichtung für fünf Jahre.