Edenkoben Verbandsgemeinde führt Ehrenamtskarte ein

Die Ehrenamtskarte wird unter anderem auch in Landau ausgestellt.
Die Ehrenamtskarte wird unter anderem auch in Landau ausgestellt.

Die Verbandsgemeinde Edenkoben möchte das Ehrenamt stärken und führt deshalb die Ehrenamtskarte ein, die landesweit im Umlauf ist.

Nach Angaben des ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde, Eberhard Frankmann (CDU), geht die Arbeit in Sachen Ehrenamtskarte nun los. Betriebe sollen angesprochen werden, in der Hoffnung, dass sie Besitzern der Ehrenamtskarte Vergünstigungen anbieten. Denkbar wäre beispielsweise ein günstigerer Eintritt oder in einem Lokal ein Getränk aufs Haus. Davon profitieren sollen nicht nur Menschen, die sich in der Verbandsgemeinde Edenkoben engagieren, sondern auch Gäste aus anderen Kommunen, die diese Karte in Scheckkartenformat ausstellt. Schließlich sind sie landesweit gültig. Das Angebot bei sich etabliert haben unter anderem die Verbandsgemeinden Offenbach und Herxheim, ebenso die Städte Landau und Neustadt.

Erhalten kann die Ehrenamtskarte, wer mindestens 14 Jahre alt ist, sich im Schnitt mindestens fünf Stunden in der Woche oder 250 Stunden im Jahr ehrenamtlich engagiert und dafür keine pauschale finanzielle Entschädigung erhält. Unabhängig davon, ob die Person einer oder mehreren freiwilligen Tätigkeiten nachgeht. Voraussetzung ist auch, dass das Ehrenamt auf eine längere Dauer angelegt ist und im Regelfall mindestens ein Jahrs ausgeübt wird.

Die Ehrenamtskarte ist bereits seit 2014 im Umlauf. Nach Angaben der Edenkobener Verwaltung nutzen mehr als 130 Kommunen im Land dieses Angebot. Dass die Verbandsgemeinde Edenkoben jetzt auf den Zug aufspringt, hat einen besonderen Hintergrund. Wie Verbandsbürgermeister Daniel Salm (FWG) informiert, seien er und Frankmann im Zuge des Bürgermeisterwahlkampfs im vergangenen Jahr mit dem Thema Ehrenamt konfrontiert worden. Solche Aktionen zur Stärkung des Ehrenamts werde sich gewünscht, da es nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie immer häufiger an Freiwilligen mangelt.

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