Annweiler Uridu und Lions: Wissen-MP3-Player für Klinik in Ghana

Die MP3-Player für Ghana mit Frauen und Antworten rund um das Thema Gesundheit.
Die MP3-Player für Ghana mit Frauen und Antworten rund um das Thema Gesundheit.

Das Ehepaar Heyne aus Gräfenhausen verteilt über sein Uridu-Projekt MP3-Player in Entwicklungsländern mit wichtigen Infos rund um das Thema Gesundheit. Als das Ehepaar beim Lions-Club Annweiler, der seit Jahren eine Klinik in Ghana unterstützt, einen Vortrag hielt, war beiden Seiten klar: „Da machen wir ein gemeinsames Projekt.“

Die Idee, in Ghana eine Geburtshilfe-Klinik aufzubauen, geht auf ein Mitglied des Partner-Lions-Clubs Meulan les Mureaux in der Nähe von Paris zurück, der von dort stammt. Die Kindersterblichkeit in jener abgelegenen Gegend in Ghana ist sehr hoch, die medizinische Versorgung mangelhaft. Gemeinsam beschlossen die beiden Lions Clubs vor acht Jahren, die Klinik aufzubauen. Heute sind in zwei einstöckigen Gebäuden rund 30 Mitarbeiter tätig. Ein drittes Gebäude ist im Entstehen, um die medizinischen Dienstleistungen zu erweitern, etwa mit augenoptischen Untersuchungen. Der Betrieb der Klinik liegt in den Händen der Baptisten-Kirche vor Ort.

Im Zuge des gemeinsamen Projekts von Lions und Uridu verteilten die Klinikmitarbeiter in den vergangenen Wochen an Frauengruppen 50 robuste, solarbetriebene MP3-Player. Diese enthalten eine „Audiopedia“: eine Sammlung von über 400 wichtigen Fragen und Antworten rund um Gesundheitsvorsorge und Krankheitsprävention. Schwerpunkte dabei bilden die Themen Schwangerschaft, Geburt, Babypflege und Familienplanung – alles in der lokalen Sprache Akan-Twi aufgenommen. Mit diesem hörbaren Wissen erreicht man auch die zahlreichen Frauen, die weder lesen noch schreiben können. Erste Rückmeldungen zeigten schon, wie positiv und dankbar dieses Informationsangebot aufgenommen werde, berichtet der Lions-Club. Zudem wird in der Klinik ein Uridu-QWifi installiert: ein Minicomputer, der ein lokales Wifi-Netzwerk ohne Internetverbindung unabhängig vom Stromnetz erstellt. Darüber können wartende Patientinnen die Inhalte auch kostenlos auf einem Smartphone abrufen.

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