Kreis Südliche Weinstraße Unbefriedigend bis sehr schlecht

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Es ist eine besondere Pressekonferenz mit der RHEINPFALZ in der protestantischen Kindertagesstätte „Regenbogen“ in Bad Bergzabern. Sieben Vorschulkinder haben sich gut auf das Thema „Kinderspielplätze in der Kurstadt“ vorbereitet. Auf Initiative der Kita wurde auch bei allen rund 300 Eltern, die Kinder in den vier Kitas der Stadt haben, eine Umfrage zum Thema durchgeführt. Das niederschmetternde Ergebnis: Drei von vier Eltern finden die drei Spielplätze schlecht bis sehr schlecht.

Vorgestellt wurde das Ergebnis von Rolf Reinders, dem Vorsitzenden des Elternbeirats der Kita „Regenbogen“. Angeregt hat die Aktion die Leiterin der Kita, Angelika Heft. „Wir haben uns mit den Kindern die Spielplätze in der Stadt angeschaut, sie haben sie selbst fotografiert und bewertet“, erzählt sie. Dokumentiert ist alles auf der großen Fotowand im Flur des Kindergartens. Ihr sei es sehr wichtig, die Kinder in demokratische Prozesse einzubinden, sagt die Leiterin. Gelebte Demokratie, unter anderem auch die anstehenden Wahlen zum Verbandsbürgermeister mit einem Besuch in der Verwaltung sei ebenfalls Thema in der Kita gewesen, so Heft. Niklas, Eva, Artur, Laura, Letizia, Frieda und Malak, alle sechs Jahre alt, erzählen der RHEINPFALZ, was auf einem Spielplatz wichtig ist. „Wir haben Spielplätze angeguckt, bei dem, was uns gefällt, haben wir Punkte aufgeklebt“, erzählt Niklas. Ganz wichtig sind den Kindern Schaukeln, im Sand spielen und Naturmaterialien. Viele Kinder wollen auf einer Wiese liegen, einen Hang hochklettern oder rutschen. Kaufladen spielen mit Naturmaterialien oder Balancieren waren ebenfalls Wünsche. Beurteilt haben fast 100 der rund 300 Eltern aller vier Kitas in der Kurstadt die Spielplätze in der Karl-Popp-Straße, dem Maxburgring und am Rebmeerbad. Rolf Reinders freut sich über den großen Rücklauf der Fragebogenaktion, in der nach Benutzung, Bewertung und Verbesserungsvorschlägen gefragt wurde. „Die Rückmeldung zeigt die Bedeutung des Themas für junge Familien“, sagt Reinders. Unbefriedigend bis sehr schlecht finden drei von vier Eltern den Zustand der Spielplätze, viele weichen auf umliegende Gemeinden aus, die bessere Angebote haben. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Sauberkeit und Pflege. Zigaretten, Flaschen oder Kot seien auf den Spielplätze zu finden, berichten Eltern. Unzureichende Spielmöglichkeiten für Kleinkinder, keine Abwechslung, und keine Spielangebote in der Innenstadt sind weitere Kritikpunkte. „Es ist der Wunsch der Eltern, dass etwas passiert“, so Reinders. Die bestehenden Spielplätze sollen aufgewertet werden, Spielmöglichkeiten in der Innenstadt und ein Spielplatz im Kurpark geschaffen werden. Angeregt wurden auch Generationen übergreifende Spielmöglichkeiten, die Einbeziehung des Themas „Kneipp“ in die Angebote und Spiele am Wasser im Zuge der geplanten Offenlegung des Erlenbachs im Kurpark. Für die Maßnahmen könne man das Geld aus dem Verkauf des Geländes des ehemaligen Spielplatzes in der Gerichtsstraße nehmen“, so die Anregung von Reinders. „Alle Leiter der Kitas haben sich getroffen und das Thema diskutiert, die Einrichtungen sind zurzeit voll,“, berichtet Ulrike Brunck, Beauftragte im Rahmen des Landesprogramms „Kita plus“, dessen Ziele eine stärkere Familienorientierung und mehr Zusammenarbeit mit den Eltern ist. (pfn)

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