Kreis Südliche Weinstraße Tanzende Hoheiten

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Mit „Be-za“ und viel Power wollen Alwina I. und Andreas IV. ihre Karnevalsfreunde von der KG Hameckia und ihre feierfreudigen Gäste in Bad Bergzabern durch die fünfte Jahreszeit führen. Wer das sportbegeisterte Ehepaar Weizel kennt, weiß, was die beiden versprechen, halten sie auch.

Und deshalb waren sie seit einiger Zeit auch oft als mögliche Kandidaten für das närrisch-royale Amt in der Kurstadt im Gespräch. „Jetzt ist es der richtige Zeitpunkt und wir sind froh, seit dem 11.11. die Insignien der KG-Fasnacht zu tragen“, versichern die blonde, quirlige 40-jährige Faschingshoheit und ihr 41-jähriger Prinz Karneval. Im Schlossinnenhof übernahmen sie die närrischen Insignien, nachdem ihre närrischen Untertanen unter sechs verhüllten Kandidaten ausgewählt hatten. Faschingsunerfahren sind beide keineswegs, gehört ihre ganze Familie doch seit Jahren zu den Aktiven des Vereins. Tochter Mirenda hat bereits einige der Garden „durchtanzt“, Sohn Janson trug 2011 die Narrenkrone beim KG-Nachwuchs und Sohn Justin tanzt ebenfalls bereits in der Minigarde. Alwina und Andreas selbst fanden durch ihre Kinder zur Kurstadt-Narretei und sind nun ebenfalls tänzerisch aktiv bei den Prunksitzungen: Alwina seit 2012 beim Showtanz und Andreas seit 2010 beim Männerballett. Der smarte Prinz mit oberschlesischen Wurzeln unterstützt außerdem seit drei Jahren den Elferrat. „Bühnenerfahrung haben wir. In der Gruppe vor Publikum aufzutreten, ist allerdings etwas ganz anderes, als alleine als Prinzenpaar im Mittelpunkt zu stehen“, vermuten die beiden und freuen sich, diese Erfahrung nun gemeinsam bei den Prunksitzungen zu machen. Ob sie bei der „Hamecker Show“ für einen Tanz sogar ihren Thron verlassen, das wollen sie noch nicht verraten. Ein „Geheimnis“ geben Alwina und Andreas allerdings gerne preis: Seit 1995 sind sie ein Ehepaar. Ihr Eheversprechen gaben sie sich damals auf dem Standesamt in Bad Bergzabern, erneuerten den Bund fürs Leben nach dem verflixten siebte Jahr noch einmal in der Bergkirche. „Unsere kleine Tochter hatte damals oft gefragt: Warum hast du kein weißes Hochzeitskleid? Ihr und uns wollten wir dann den Wunsch mit einem schönen Hochzeitsfest erfüllen“, erinnern sich die heute dreifachen Eltern an diesen großen Tag, den sie mit ihrer damals sechsjährigen Tochter und dem zweijährigen Sohn und allen Verwandten und Freunden feierten. Kennen und lieben gelernt haben sich „A&A“ 1993 in der Emilienruhe, die damals als Übergangsheim für Migranten mit deutschen Wurzeln eingerichtete worden war. Mit ihrer Familie kam Alwina 1993 aus Kasachstan, Andreas mit Mutter und Schwester 1989 aus Oppeln in Oberschlesien in die Südpfalz. Längst sind sie richtige Pfälzer geworden, arbeiten als Verkäuferin beziehungsweise Metallbauer in der Kurstadt, lieben ihr schmuckes Eigenheim, pflegen ihre gemeinsame Hobbys – Tanzen, Fitnesstraining, Musik, Fahrradfahren und natürlich Fasnacht. (chf)

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