SÜW Tagespflegepersonen erhalten künftig mehr Geld

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Tagespflegepersonen im Landkreis Südliche Weinstraße erhalten ab dem kommenden Jahr mehr Geld. Künftig gelten zudem andere Maßstäbe bei der Bemessung der Beiträge.

Wenn es um die Betreuung ihrer Sprösslinge geht, setzen Eltern aus verschiedenen Gründen auch auf Tagespflegepersonen. Einige entscheiden sich bewusst dafür, weil es nur kleine Gruppen sind, die Betreuung dadurch familiärer und intensiver sein kann. Tagesmütter und -väter können nämlich bis zu fünf Mädchen und Jungen gleichzeitig betreuen. Die Kräfte können auch Rand- und Urlaubszeiten abdecken. Und dadurch, dass zahlreiche Kitas im Kreis SÜW noch erweitert oder umgebaut werden müssen, um die neuen Landesvorgaben und die steigende Nachfrage nach Kita-Plätzen abzudecken, können sie eine Alternative sein oder noch bestehende Lücken füllen, wie das Kreisjugendamt mitteilt.

Der Landkreis wird den Tagespflegepersonen ab dem kommenden Jahr mehr Geld geben. Wie der Kreis auf Anfrage der RHEINPFALZ mitteilt, erhalten die Kräfte derzeit pro Stunde und pro Kind vier beziehungsweise fünf Euro, je nachdem, ob sie eine Qualifizierung nach dem Curriculum des Deutschen Jugendinstituts oder einer vergleichbaren Zusatz-Qualifikation im Bereich der Kindertagespflege nachweisen können oder nicht. Sie bekommen alle pro Stunde und pro Kind ab dem Jahr 2023 50 Cent mehr. „Zudem werden Zeiten für Urlaub oder Krankheit vergütet, für Ferien, Randzeiten oder bei Übernachtung eines Kindes wird ein finanzieller Ausgleich geleistet.“

Steigende Lebenshaltungskosten im Blick

Abgesehen von der genehmigten Erhöhung der Geldleistung wird die Vergütung künftig jährlich zum jeweils 1. April entsprechend der Entwicklung im Verbraucherindex für Deutschland angeglichen, womit sich die allgemeine Entwicklung der Lebenshaltungskosten auch auf die Geldleistungen auswirken wird. Dass der Kreistag einhellig zugestimmt habe, ist für die Verantwortlichen des Jugendamts sowie für die Tagespflegepersonen gleichermaßen ein wichtiges Signal, wie Kreisbeigeordneter Georg Kern mitteilt.

Aktuell sind im Landkreis Südliche Weinstraße 47 Tagespflegepersonen verfügbar. Wobei sie nicht alle Kinder aus dem Kreis betreuen. Die Mädchen und Jungen werden schließlich auch im benachbarten Landkreis Germersheim oder in den Städten Landau oder Neustadt betreut. Im Verlauf des Jahres 2022 waren bislang 318 Kinder aus dem Kreis SÜW in die Obhut einer Tagespflegeperson gegeben worden. „Aktuell befinden sich 148 Kinder in einer Betreuung.“

Die Änderung, die der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung beschlossen hat, wird den Landkreis 110.000 Euro mehr kosten.

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