Kreis Südliche Weinstraße Straßenkriminalität sinkt deutlich

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Aufklärungsquote auf sehr hohem Niveau, deutlicher Rückgang der Eigentumsdelikte, deutlicher Rückgang der Straßenkriminalität – die Bilanz liest sich wirklich gut. 1369 Straftaten wurden der Polizei in der Kurstadt gemeldet. „Das sind wohl gemerkt nur die uns bekanntgeworden Straftaten“, schränkt Inspektionsleiter Kurt Braun ein, „es gibt selbstverständlich eine Dunkelziffer.“ Um 2,2 Prozent ist die Zahl der gemeldeten Straftaten 2014 gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen; sie liegt aber deutlich unter der der Jahre 2011 und 2012. „Das ist die Gesamtzahl an Straftaten, man muss sich aber die Deliktanteile genauer anschauen“, sagt Minge. So haben im vergangenen Jahr etwa die Vermögens- (204), die Rohheits- (289) und die Rauschgiftdelikte (57) mehr oder weniger deutlich zugenommen. Dagegen sind etwa die Eigentumsdelikte mit 331 Fällen (405 im Vorjahr) und die Straßenkriminalität mit 234 Fällen (335) zum Teil erheblich gesunken. „Womit der Rückgang bei den Eigentumsdelikten zu erklären ist, wissen wir nicht“, so Minge. Umso besser kann sich die Polizei den deutlichen Rückgang bei den Fällen an Straßenkriminalität erklären. Es habe da in der Vergangenheit in Klingenmünster Probleme mit Jugendlichen gegeben, auch Drogen spielten dabei eine Rolle. „Durch verstärkte Präsenz vor Ort haben wir das Problem in den Griff bekommen“, berichtet Minge. Die meisten Straftaten wurden 2014 – naturgemäß – in der Stadt Bad Bergzabern begangen. Sie ist ja auch mit Abstand die größte Kommune im Dienstbezirk der Polizeiinspektion. Fast nichts zu tun hatten die Beamten in Böllenborn und Waldrohrbach (je vier Fälle) sowie in Niederotterbach und Oberschlettenbach (je sechs). 19 Wohnungseinbrüche wurden 2014 gemeldet, deutlich weniger als 2013 (33). Davon waren nur zwei Tageswohnungseinbrüche. „Wir haben seit Jahren relativ geringe Fallzahlen in diesem Bereich“, sagt Braun. Bad Bergzabern profitiere von seiner relativ abgeschiedenen Lage. „In aller Regel sind es überregionale Täter auf der Durchreise, häufig auch aus dem Raum Straßburg, die brachen die Nähe zur Autobahn“, erläutert Braun. Die Aufklärungsquote liegt mit insgesamt 69,3 Prozent über der des Vorjahres (58,7). Die Wahrscheinlichkeit in der VG Bad Bergzabern Opfer eines Verbrechens zu werden ist deutlich geringer als im Landesdurchschnitt. Die Polizei will auch in Zukunft verstärkt auf Prävention und Aufklärung setzen. Erfolge, wie etwa bei der Bekämpfung der Schulkriminalität, bestätigten das Konzept, so Minge. (jpa)

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