Edenkoben RHEINPFALZ Plus Artikel Stadt will Spielturm der Alla-Hopp-Anlage erhalten

Die Alla-Hopp-Anlage in Edenkoben lädt unter anderem zum Hüpfen ein.
Die Alla-Hopp-Anlage in Edenkoben lädt unter anderem zum Hüpfen ein.

Ob die Alla-Hopp-Anlage in Edenkoben bald von einem Zaun oder Lärmschutzwänden umgeben sein wird, bleibt weiterhin offen. Entscheidungen wurden im Stadtrat vertagt. Für den beliebten Spielturm wurde sich allerdings auf einen Plan B geeinigt.

Die Stadt Edenkoben verschafft sich Zeit. Sie arbeitet an einer außergerichtlichen Einigung mit Anwohnern, die sich über die Geräuschkulisse auf der Alla-Hopp-Anlage beschwert hatten. Gegenstand der Debatte ist auch der Nestturm, der vor einem Jahr nach der Klage der Betroffenen beim Verwaltungsgericht in Neustadt gesperrt werden musste. Er soll den dort entstehenden Lärm zu weit ins Wohngebiet tragen.

Da das Konstrukt als ein Markenzeichen der Spiellandschaft gesehen wird, will die Stadt für dessen Erhalt kämpfen. Das wurde bei der jüngsten Sitzung des Stadtrates deutlich. Genau diesen Einsatz wünschen sich zahlreiche Familien, die sich in einer Online-Umfrage gegen den Abbau des Turms wehren. Die SPD-Fraktion hat sich dafür ausgesprochen, den Turm im Falle eines vom Gericht angeordneten Abbaus innerhalb der Anlage zu versetzen. Das Bauwerk soll aber zur Not, darin sind sich die Stadtratsmitglieder einig, auf einem anderen Platz in Edenkoben aufgebaut werden.

Gibt es Alternativen zu einer Zaunanlage?

In der Sitzung sollte ursprünglich über eine Einzäunung des Geländes am Triefenbach entschieden werden. Schließlich ist die Stadt nach der Klage angehalten, stärker auf die Öffnungszeiten zu achten. Deshalb bleibt das Gelände seit Sommer vergangenen Jahres in der Nacht unbeleuchtet, zudem dreht ein Sicherheitsdienst an Wochenenden dort seine Runden, damit die nächtlichen Ruhestörungen ausbleiben. Dem Ordnungsamt bekannt sind drei Fälle aus 2019, wie es auf Anfrage mitteilt. Im vergangenen Jahr habe die Polizei fünf Platzverweise wegen Ruhestörungen ausgesprochen, in diesem Jahr seien keine Verstöße registriert worden.

An anderen Standorten der Alla-Hopp-Anlagen wurden die Spiellandschaften bereits teilweise eingezäunt. Bis zur nächsten Sitzung will man Stadtchef Ludwig Lintz (CDU) zufolge nach Alternativen Ausschau halten. Im Raum steht zudem der Bau von Schallschutzwänden, die in Grünstadt auf einem Teil der Bewegungsstätte errichtet werden sollen.

Ein Anwalt strebt derzeit einen Vergleich mit Beschwerdeführern an. Wie Lintz gegenüber der RHEINPFALZ mitteilt, wird darüber hinaus ein Vermittler hinzugezogen, damit die Gespräche zwischen Kommune und Anwohnern zu einer für beide Seiten zufriedenstellenden Lösung führen.

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