Kreis Südliche Weinstraße Stabile Seitenlage im Elefantenpark

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Erschöpft stieg das Ubuhlobo-Team aus Bad Bergzabern am vergangenen Sonntag in Frankfurt aus dem Flugzeug, in dem es zuvor acht Stunden verbracht hatte. Glücklich blickten die acht Teilnehmer des Projektes auf dreieinhalb Wochen Entwicklungsarbeit in der Küstenstadt Port Elizabeth in Südafrika und auf viele spannende Erlebnisse zurück. Entwicklungshilfe leisteten sie vor allem in Sachen Erste Hilfe.

Schon zum 17. Mal fliegt der ehemalige Lehrer des Alfred-Grosser-Gymnasiums, Rolf Meder, Anfang Oktober mit sechs Schülerinnen und einem Studenten, alle sind zwischen 17 und 27, ans andere Ende der Welt. Vor Ort bringen sie den Menschen etwas bei. „Wir haben erkannt, dass die Menschen dort Hilfe zur Selbsthilfe brauchen. Ein Krankenwagen kann in Südafrika schon einmal bis zu acht Stunden brauchen und deswegen können Erste-Hilfe-Maßnahmen wirklich Lebensrettend sein,“ erklärt der 72-jährige Meder. In den Erste-Hilfe-Kursen in Behindertenheimen, Kirchen, Restaurants und im Auftrag des Landkreises auch auf dem Land außerhalb von Port Elizabeth. Die Gruppe konzentriert sich deswegen vor allem auf die Herz-Druck-Massage, die stabile Seitenlage und lebensbedrohliche Blutungen. Alle Kurse werden auf Englisch gehalten, was vor der Reise fleißig geübt wurde. „Die Menschen haben unsere Arbeit gut angenommen und haben uns sehr freundlich behandelt. Einige haben uns nach den Kursen sogar gesagt, dass sie sehr dankbar für unsere Arbeit sind,“ erzählt die 17-jährige Maya Engel, die zum ersten Mal an dem Projekt teilnimmt. Eine große Ehre für die Südpfälzer war, neben der Anfrage des Landkreises, die des Managements des ADDO-Elefantenparks, in dessen Namen einen Kurs zu halten. Auch dieser Kurs wurde, wie alle anderen auch, von den Teilnehmern mit großem Interesse angenommen. Weitere Zusammenarbeit ist schon in Planung, denn Meder will das Projekt noch einige Zeit am Laufen zu halten. Neben der Erste-Hilfe-Arbeit unterstützt das Ubuhlobo-Projekt auch lokale Entwicklungsarbeit in einem der Armenviertel von Port Elizabeth, dem Walmer-Township. So konnten Meder und die Teilnehmer einen Raum zum Lernen an ein Kinderbetreuungs- und Nachhilfeprojekt und auch Essensspenden und buntbemalte Spielgeräte an einen Kindergarten übergeben. Unterstützt wird die Arbeit des Projekts von Bundesregierung und den Maltesern sowie von VW. Der Autohersteller hat während des Aufenthalts einen Kleinbus bereitgestellt. Die Fluggesellschaft SAA hat zudem mit Freigepäck für die Unterrichtsmaterialien, die für die Kurse benötigt werden, geholfen. Immer wieder trifft die Gruppe auf große Herzlichkeit, trotz der Armut der Menschen im Township. Das passt auch zum Motto des Projekts. „Ubuhlobo“ bedeutet nämlich Freundschaft in der südafrikanischen Xhosa-Sprache. In zwei Kirchen, die von Meders Projekt unterstützt werden, sind die Deutschen in den Gottesdienst eingegliedert und können unbefangen mit den Südafrikanern singen und tanzen. Die 18-jährige Larissa Rhode erzählt über das extra für die Gruppe veranstaltete Chorfestival in einer der Kirchen: „Es war emotionaler, authentischer und vor allem beim Beten und Singen viel lauter als in deutschen Gottesdiensten.“ Neben der Arbeit kommt auch die Freizeit für die Teilnehmer nicht zu kurz. Bei Strandausflügen, verschiedenen Besuchen in Nationalparks und beim Feiern auf dem örtlichen Oktoberfest können die jungen Leute Land und die Mentalität der Menschen besser kennen lernen. Einer der Höhepunkte des Aufenthaltes war außerdem der dreitägige Besuch in Kapstadt. „Vom Tafelberg aus konnte man die ganze Stadt sehen und auch am Kap der Guten Hoffnung hatten wir eine schöne Zeit,“ erzählt Jana Mattes (18). Einige der Teilnehmer haben vor, im kommenden Jahr wieder bei dem Projekt mitzumachen. Meder beginnt schon jetzt mit der Planung und wird im Februar in Südafrika sein, um dort alles für den nächsten Aufenthalt mit den Schülern vorzubereiten.

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