Kreis Südliche Weinstraße Sperrmüll-Sammlung läuft

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Ein Blick zurück: Früher wurde der Sperrmüll zweimal jährlich an festen, öffentlich zugänglichen Terminen abgeholt. Zu Problemen kam es immer wieder, da Sperrmüll-Fledderer in den Ortschaften das bereitgestellte Sammelgut durchwühlten und dabei teilweise chaotische Zustände auf den Gehwegen und Straßen zurückließen. Geharnischte Proteste waren die Folge, schließlich wurden häufig sogar Kühlgeräte vor Ort ausgeschlachtet, so dass umweltschädliches FCKW entweichen konnte. Als Konsequenz wurden solche Relikte aus den Haushalten nur noch auf Bestellung entsorgt. Ähnliche Probleme gab es auch bei Elektrogeräten. Abhilfe sollte das neue System auf Abruf schaffen, zunächst getestet in Bad Bergzabern, Kapellen-Drusweiler und Niederhorbach (2012). Dann kam auch Annweiler (2013) hinzu. Im Juni 2013 fiel im Kreistag nach längerer Debatte die Entscheidung, das Modell kreisweit ab 1. Januar 2014 einzuführen. Erst einmal auf Probe, um dann die Erfahrungen auszuwerten. Zweimal pro Jahr kann ein Müllgebührenzahler den Service kostenlos in Anspruch nehmen. Für Landrätin Theresia Riedmaier (SPD) und Hans Volkhardt, Leiter der Abteilung Wertstoffwirtschaft, fällt die erste Bilanz positiv aus. Wer bei der Abholfirma Remondis (Edenkoben) anruft, der erhält auch Informationen, was abgeholt wird und welche Menge. Die Gesamtmenge darf ein Volumen von drei Kubikmeter nicht übersteigen. Einzelstücke dürfen nicht schwerer als 50 Kilo oder länger als zwei Meter sein. Die Auswirkungen des neuen Systems: Die illegalen Sperrmüllsammler sind im Regelfall nicht informiert über die Termine, also ist ihr Treiben auf ein Minimum zurückgegangen. „Aus der Bevölkerung gibt es keine Beschwerden mehr bezüglich Belästigungen oder Störung der Nachruhe“, so Volkhardt. Außerdem werden die Straßen und Wege nicht mehr so verschandelt wie früher. (mik)

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