Kreis Südliche Weinstraße Spendenreigen für Waldpiraten

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Auf den Sattel schwingen und kräftig treten für einen guten Zweck. Das war das Ziel von etwa 80 Radelfans aus aller Welt, die vergangene Woche zu Gast bei der Bundespolizei in Bad Bergzabern waren. Schon zum siebten Mal traten begeisterte Radler in die Pedale und sammelten während einem fünftägigen Streifzug Spendengelder für die Isabell-Zachert-Stiftung. Diesmal genossen die Sportler die schöne Südpfalz und das nahe gelegene Elsass.

Das Ergebnis des Rad-Marathons wurde am vergangenen Freitag im Rahmen einer Feier bei der Bundespolizei verkündet. Christel Zachert, die Gründerin dieser Stiftung, erklärte: „Viele gefahrene Kilometer bringen Unterstützung im Engagement für krebskranke Kinder. 23 Euro pro gefahrenen Kilometer wurden angesetzt, dies bedeutet, dass eine Summe von 9700 Euro eingefahren wurde. Eine super Leistung.“ Weitere Spendenzusagen würden aber noch im Raum stehen, ergänzte sie. Ebenfalls übergaben zwei fleißige Spendensammler, diese aktiven Radler sind pensionierte Polizisten und engagieren sich innerhalb der International Police Association (IPA) für die Stiftung, Schecks in Höhe von 13.000 Euro und 38.471 Euro, die für das Waldpiratencamp in Heidelberg bestimmt sind. Und Polizeidirektor Hans-Josef Roth, Abteilungsleiter der Bundespolizei in Bad Bergzabern, erklärte, dass auch die Polizei vor Ort gesammelt habe und sich sogar die Mitglieder der Küche und die Wachmänner an der Pforte daran beteiligten. Das Waldpiratencamp Heidelberg ist eine Einrichtung der Deutschen Kinderkrebsstiftung und bietet krebskranken Kindern mit ihren Geschwistern die Möglichkeit, wenigstens ein paar Urlaubsmomente unbeschwert genießen zu können. Mitorganisator Josef Schön, pensionierter Kriminaldirektor und einer der Vorsitzenden der in 62 Ländern vertretenen International Police Association (IPA), teilte die Bewegungswilligen ehemaligen Polizisten aus aller Welt mit ihren Familien in drei Gruppen auf: Rennrad-, Mountainbike- und Familienabteilungen. Dazu erklärte Lutz Rosenbaum, Angestellter der Bundespolizei am Standort Bad Bergzabern, der mit zwei weiteren Polizisten als Begleitung des radelnden Trosses fungierte: „Es hat alles sehr gut geklappt. Die Leute waren von der Gegend rund um die Südpfalz und vom nahen Elsass total begeistert. Am ersten Etappentag brachten wir es schon auf 140 Kilometer. Etappenziele waren unter anderem Dahn oder die Maginot-Linie.“ Das Alter der Teilnehmer war zwischen elf und 76 Jahren angesiedelt. Polizeidirektor Hans-Josef Roth hieß die 80 Wohltäter in seiner Abteilung in der Zeit der Übernachtungen herzlich willkommen. Der 17-jährige Lucas Wiefek war zum zweiten Mal dabei. Geschmack an der Radelei für einen guten Zweck hat er damals bei einer Tour an der österreichischen Grenze entlang bekommen. Und, so erklärte er weiter, er sei gleich dabei gewesen, als die neue Tour geplant wurde. Der Gedanke an solch eine Stiftung entstand bei Christel Zachert nachdem ihre Tochter Isabell Zachert mit 15 Jahren unheilbar an Krebs erkrankte. Etwa zehn Jahre nach deren Tod schrieb sie mit Unterstützung der Tagebücher ihres Kindes den Roman „Wir sehen uns wieder im Paradies“. Der Bestseller wurde mittlerweile in 32 Sprachen übersetzt. |alve

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