Kreis Südliche Weinstraße Sogar mehr Unfälle auf vier Spuren

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„Nur ein durchgängig vierspuriger Ausbau der B 10 ergibt Sinn.“ Diese Erkenntnis zieht die südwestpfälzische CDU-Landtagsabgeordnete Susanne Ganster aus den Unfallzahlen der vergangenen beiden Jahre.

Sie hatte in einer kleinen Anfrage an die Landesregierung wissen wollen, wie sich die Unfallzahlen der B 10 auf dem Gebiet der Südwestpfalz genau darstellen. Aus der Antwort von Verkehrsminister Roger Lewentz (SPD) geht allerdings hervor, dass sich im vergangenen Jahr die Anzahl der Unfälle pro Kilometer auf den vierspurig ausgebauten Strecken (4,41) kaum von der auf den dreispurig ausgebauten Strecken (4,27) unterscheidet. Im Jahr 2014 schnitten die vierspurigen Strecken (4,69) sogar signifikant schlechter ab als die dreispurigen Abschnitte (3,33). Ganz schlimm sah es allerdings sowohl 2014 (7,37) als auch 2015 (8,05) auf den zweispurigen Strecken der B 10 aus. Berechnet wurden die Unfallzahlen pro Kilometer auf der Grundlage von 6,8 Kilometern zweispurige Abschnitte, 9,6 Kilometern dreispurige Abschnitte und 5,4 Kilometern vierspurige Abschnitte. Insgesamt ereigneten sich 113 Unfälle im Jahr 2014 und 120 Unfälle im Jahr 2015 auf der B 10 in der Südwestpfalz, also zusammen 233, wovon 29 Unfälle mit insgesamt zwei Toten, 14 Schwer- und 30 Leichtverletzten waren. Nicht aufgeführt ist, auf welchen Ausbaustrecken sich die schwersten Unfälle ereignet haben. Als häufigste Unfallursachen nennt Lewentz nicht angepasste Geschwindigkeit, ungenügender Sicherheitsabstand und Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot. 2014 habe es wegen Unfällen fünf Voll- und sieben Teilsperrungen gegeben, 2015 waren es eine Voll- und vier Teilsperrungen. Entschärft worden seien Gefahrenpunkte durch den vierspurigen Ausbau zwischen Ständenhof und Hinterweidenthal. Mit der Detailplanung des vierstreifigen Ausbaus Hinterweidenthal-Hauenstein sei im März 2015 der Landesbetrieb Mobilität Kaiserslautern beauftragt worden. In diesem Bereich werde derzeit ein Planfeststellungsverfahren für den dreistreifigen Ausbau an der Felswand bei Hauenstein durchgeführt. „Mit diesen Maßnahmen sind Verbesserungen für die Verkehrssicherheit zu erwarten“, resümiert Lewentz. Dies sei bereits geschehen durch die Erneuerung der Fahrbahn in den vergangenen drei Jahren zwischen Katharinenhof und Hauenstein, Waldfriedhof und Münchweiler sowie Hinterweidenthal und Katharinenhof. Für dieses Jahr sei der Abschnitt zwischen Wilgartswiesen und Rinnthal geplant (die RHEINPFALZ berichtete). (ow)

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