Birkweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Schutzhütte am Hohenberg neu errichtet

Ordentlich Holz vor der Hütte: Die Arbeiter hatten gut zu tun.
Ordentlich Holz vor der Hütte: Die Arbeiter hatten gut zu tun.

Seit 1971 ist sie Anlaufstation vieler Wanderer: die Schutzhütte auf dem Hohenberg bei Birkweiler. Doch der Zahn der Zeit hat an dem Holzhäuschen genagt. Deswegen wurde es nun komplett neu errichtet. Die Idee zu der Hütte hatte übrigens einst ein wanderbegeisterter Politiker.

Die Schutzhütte, die 50 Meter vom Gipfel des Hohenbergs (552 Meter) entfernt steht, bietet einen wunderbaren Ausblick auf den vor Kurzem wiederaufgebauten Hohenbergturm, auf die Rheinebene und Burg Trifels. Vor knapp 50 Jahren hatte sie die Gemeinde Birkweiler im Stile eines Blockhauses errichtet – nicht zuletzt aufgrund der Anregung des damaligen Regierungspräsidenten Hans Keller, der des Öfteren den Weg zum Hohenberg per pedes in Angriff nahm. Keller unterstützte den Bau auch finanziell. Die Hütte liegt an einem als „Pfälzer Armbanduhr“ bekannten Wanderweg, der durch die Markierung mit einem schwarzen Punkt auf weißem Balken gut zu verfolgen ist.

Nach knapp einem halben Jahrhundert war das Holz der Hütte an vielen Stellen morsch geworden. Deswegen fragte Ortsbürgermeister Bernd Flaxmeyer (CDU) bei Revierförster Konrad Gollong an, welche Möglichkeiten es für einen Neu-Aufbau der Hütte und des benachbarten Holzgestells gibt. Dieses umzäunt eine gepflasterte Freifläche und kann mit Planen bedeckt werden. Gollong erklärte sich gleich bereit, aufgrund des aktuell niedrigen Holzpreises einige heimische Kiefern und Douglasien zur Verfügung zu stellen. Die Hütte wurde komplett abgebaut, ebenso das Holzgestell. Nur einige Balken und die hölzernen Sitzbänke fanden im Innern eine erneute Verwendung. Der Rest wurde neu gemacht.

Drei Wochen Aufbauarbeit

Die Arbeiter Josef Krawiec und Simon Gryklak waren gut drei Wochen lang beschäftigt, aus den Stämmen von Kiefern die neue Hütte hochzuziehen und die Freiflächen-Überdachung neu aufzubauen. Verkleidet wurde sie bis auf 1,20 Meter Höhe mit Douglasien-Brettern. Im Vergleich zu früher wurde bei der neuen Hütte das Dach verlängert und mit roter Dachpappe gedeckt. Damit ist das Holz künftig besser vor Witterungseinflüssen geschützt. Die Hütte wurde nicht mit Holzschutzmitteln oder Farben behandelt. „Ich setzte mich schon immer dafür ein, dass im Wald kein Gift zum Einsatz kommt, noch nicht einmal bei der Bekämpfung des Borkenkäfers“, sagt Ortsbürgermeister Flaxmeyer.

Die beiden sympathischen Polen, die schon seit 18 Jahren in pfälzischen Wäldern sägen und hacken, sind für ein Subunternehmen der Firma Bein aus Westheim tätig. Das Forstamt Haardt beauftragt Gunter Bein immer wieder für Arbeiten im Wald. Die Lohnkosten für die beiden Arbeiter liegen bei 3000 Euro, informierte Gollong. Materialkosten seien nicht angefallen, da er das Holz gestellt habe. Da sowohl die Sparkasse SÜW als auch die VR-Bank Südpfalz das Vorhaben mit Spenden von jeweils 1000 Euro unterstützen, ist der Anteil der Gemeinde recht gering. Auch der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr wird sich an den Kosten beteiligen. Die Feuerwehr nutzt die Anlage immer am 1. Mai für das Hohenbergfest, zu dem regelmäßig 300 bis 400 Gäste kommen. In diesem Jahr fiel es wegen Corona aus. Aber im kommenden Jahr soll rund um die neue Hütte wieder kräftig gefeiert werden.

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